Lücken endlich schließen

LÄRMSCHUTZ Bürgerinitiative in Dalheim dringt auf Abhilfe

200 von Lärm Betroffene haben sich der IG angeschlossen, zehn Anwohner bilden eine Art Vorstand, der sich im Sinne aller dafür einsetzt, den Lärm, der sich mit zunehmendem Verkehrsaufkommen auf der vierspurigen Piste stetig verstärkt, zu mildern.

Insbesondere stört die IG, dass die Folgen der unvollständigen Lärmschutzes vor allem westlich im Anschluss an die Einhausung über Jahre nicht behoben wurden.

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Nach nun fünf Jahren müsse sich endlich etwas bewegen, fordern Volker Betz, Andreas Flick und Georg Kämpfer im Namen aller Betroffenen. Die umgehende Schließung der Lärmschutzlücken zwischen den bestehenden Schutzwänden beidseits der B 49 nach dem Tunnelausgang in Richtung Limburg steht ganz oben auf der Forderungsliste.

Das schließt die Erhöhung der vorhandenen wie der noch anzubringenden Wände entsprechend der erfolgten Fahrbahnanhebung ein. Auch nach dem Tunnelausgang in Richtung Gießen hält die IG eine Erweiterung der Länge sowie eine Erhöhung der Lärmschutzwände für erforderlich. Notwendig sei eine bauliche Abänderung der Tunnelausfahrten, damit der Schall nicht weiterhin durch die vorhandene Tunnelkonstruktion "exorbitant" gesteigert werde.

Irmer: Erdaushub für einen Wall gibt es ausreichend

Die lärmgeplagten Anlieger nördlich und südlich der B 49 fordern weiter die Verhängung eines Nachtfahrverbots und eine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung für Schwerlastverkehr auf 60 Km/h im Bereich der unmittelbar angrenzenden Wohnbebauung.

Des Weiteren gehöre ein wirksamer Schallschutz im Bereich der Aussiedlerhöfe einschließlich der Zuwegung dazu. Und eine Lärmschutzbaumaßnahme sollte durch eine sachgerechte Bepflanzung ergänzt werden.

CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer sagte den Anliegern und der IG Unterstützung zu. Zumal sich die Stadt Wetzlar in Gesprächen mit "Hessen Mobil" befinde. Nach Auskunft von Stadtrat Harald Semler seien noch "einige wenige" offene Fragen zu klären.

In Sachen "Wallaufschüttung" brachte Irmer die Lahnauer Firma Weimer ins Spiel. Bei ihr fielen jährlich etwa eine Million Tonnen Erdaushub an. Es wäre kein Problem, die nötigen 12 000 Kubikmeter beizubringen. Für den Einbau habe der Firmenchef etwa drei Euro pro Kubikmeter angesetzt.


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