Prozess um Marktmanipulationen in Millionenhöhe eröffnet

Ein Richterhammer aus Holz
Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/Archiv

Nachdem innerhalb weniger Tage tausende Aktien geordert wurden, stellte der Börsenexperte die Werbung Anfang 2011 ein. Der Kurs fiel von mehr als 60 Euro auf drei Euro pro Aktie. Kurze Zeit später meldete die Firma Insolvenz an. Die beiden Angeklagten aber hatten ihre Aktien zum Höchststand für rund 3,7 Millionen Euro verkauft.

Das Strafverfahren gegen den «Börsenguru» in diesem Tatkomplex wurde vor dem Hintergrund ähnlicher Anklagevorwürfe gegen ihn eingestellt. Bereits im Februar 2014 war er vom Landgericht Frankfurt wegen Verstoßes gegen das Wertpapierhandelsgesetz zu zwei Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt worden. In dem neuen Prozess vor der Wirtschaftsstrafkammer soll er als Zeuge vernommen werden.

Die beiden Angeklagten hielten sich zum Auftakt bedeckt. Während der ältere Angeklagte überhaupt keine Aussage machte, äußerte sich der 37-Jährige lediglich zu seinem Lebenslauf und dem beruflichen Werdegang. Die Verteidiger des 43-Jährigen stellten schließlich den Antrag, das Verfahren auszusetzen, weil sie im Vorfeld keine umfassenden Aktenkenntnisse erhalten hätten.

Ursprünglich hatte die Strafkammer den Prozess bis zum 19. Dezember terminiert. Bereits kurz nach der Anklageverlesung aber wurden bereits neue Verhandlungstermine bis Ende Januar ausgehandelt.


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