Real-Märkte sollen trotz Streik geöffnet bleiben

Das Logo der Handelskette "real,-" auf dem Dach eines Warenhauses
Auf dem Dach eines Warenhauses der Handelskette Real (real,-) wird für die Ladenöffnungszeiten "Mo. bis Sa. 7-22 Uhr" geworben. Foto: Arno Burgi/Archiv

Für die Angestellten bedeute das bei Neueinstellung im Schnitt 23 Prozent weniger Geld und längere Arbeitszeiten, erklärte Verdi. Eine Verkäuferin auf einer Teilzeit-Stelle mit 60 Prozent erhalte dann beispielsweise 1260 Euro brutto im Monat statt wie bisher 1547 Euro brutto.

«Den betroffenen Beschäftigten droht dadurch nicht bloß ein großer Verlust an Einkommen, sondern akut Armut trotz Arbeit und erst recht im Alter», sagte Verdi-Landesfachbereichsleiter Handel, Bernhard Schiederig. Verdi fordere von Real die Rückkehr in die Tarifbindung und plane weitere Streik- und Aktionstage.

Der Chef des Real-Mutterkonzerns Metro, Olaf Koch, wirft dagegen der Gewerkschaft vor, Tarifverhandlungen über eine wettbewerbsfähige Entgeltstruktur bei der angeschlagenen Supermarktkette jahrelang blockiert zu haben. Die bisherigen Tarifverträge hätten Real deutlich höhere Lohnkosten aufgebürdet, als sie vielen Wettbewerber zu tragen hätten. Das sei für Real nicht mehr tragbar gewesen. Das Unternehmen bezahle nun neueingestellte Mitarbeiter marktgerecht, sagte Koch. Bereits vor dem Tarifwechsel eingestellte Mitarbeiter hätten keine Einbußen.


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