Schlecker-Insolvenzverwalter scheitert mit Millionenklage

Arndt Geiwitz
Der Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz ist mit seiner Klage gescheitert. Foto: Marijan Murat/Archiv

Schlecker soll jahrelang zu viel für Süßwaren, Waschmittel und Drogerieartikel bezahlt haben. Konsumgüterhersteller sollen sich in mehreren Fällen abgesprochen haben. Deshalb verklagte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz den Nivea-Hersteller Beiersdorf, Glaxo-Smith-Kline, den Schuhcreme-Produzenten Erdal, den Rasierklingenhersteller Gillette, die Kosmetikfirma L'Oréal, den Parfümhersteller Coty sowie Procter & Gamble.

«Uns hat die Klageabweisung sehr überrascht. Wir warten jetzt die Urteilsbegründung ab und werden dann prüfen, ob wir Rechtsmittel einlegen», sagte Geiwitz' Rechtsanwalt Kai-Thorsten Zwecker der «Lebensmittelzeitung».

Die ehemaligen Schlecker-Lieferanten waren vom Bundeskartellamt und der EU-Kommission der Preisabsprache für schuldig befunden worden. Empfindliche Bußgelder waren verhängt worden. Die Vorgänge fielen in die Zeit vor der Schlecker-Insolvenz im Januar 2012. Bei Schlecker verloren etwa 25 000 Menschen ihren Job. Die Gläubiger forderten rund eine Milliarde Euro.

Bericht der "Lebensmittelzeitung"


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