"Verlassene Dörfer"

HILFE Ukrainer erzählen aus dem Alltag in ihrer Heimat

Burkhard Rudat übersetzte die Worte der Ukrainer. (Foto: Weil)

Zu einem musikalischen Informationsabend waren jetzt fünf Musiker aus der Ukraine im Paul-Schneider-Gemeindezentrum in Hüttenberg zu Gast, die von den Kriegswirren berichteten und einen Einblick in ihre Arbeit in den verlassenen Dörfern gaben.

In den kommenden Wochen sind die weit gereisten Gäste in zwölf verschiedenen Orten in Deutschland zu Gast. Missionsleiter Burkhard Rudat (Rechtenbach) lud dazu ein, ein Land näher kennenzulernen, das von vielen Krisen geschüttelt wird, und einen tieferen Einblick in den Alltag der Menschen zu gewinnen.

"In dem Land ist es nicht mehr so fröhlich und lustig wie vor zwei Jahren. Niemand weiß, wohin der Weg der Ukraine führt."

"Brücke der Hoffnung" ist schon seit 1977 mit 25 hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen Helfern in Osteuropa tätig. Seinen Schwerpunkt hat das Missionswerk vier Autostunden entfernt von Kiew in der Stadt Swedlowodsk. Dort bietet es unter anderem die Villa Sonnenschein an, ein offenes Haus für Straßenkinder, das Kinder und Jugendliche aus dem schwierigen Alltag rausholen will.

Um junge Menschen zukunftsfähig zu machen, gibt es eine Lehrwerkstatt für Jungen und Mädchen.

Sehr anrührend war, was die fünf ukrainischen Mitarbeiter aus dem täglichen Leben berichteten: Wenn das Geld für Öfen fehlt und alles kalt ist, gelte es Liebe an die Kinder zu verschenken. Dabei geht es um existenzielle Fragen, etwa wie man den nächsten Winter und den damit verbundenen Hunger überlebt. Trotzdem kündeten die Lieder der fünf auch von der Hoffnung, dass Gott Menschen und Situationen verändern kann und das positive Dinge passieren, mit denen keiner gerechnet hat.

Unterstützung besonders für die Kinder und Jugendlichen

Angereichert wurden die Lieder mit Bildern der Kinder und der allgemeinen Situation. Dabei war das Publikum eingeladen mitzusingen und ein Lied zu lernen.

Im Namen des CVJM Hochelheim/Hörnsheim hatte Petra Pönnighaus-Martin die Gäste begrüßt.


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