Was wird aus dem Ehrenmal?

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG Verein für Heimatgeschichte Leun soll tätig werden

Der neue Vorstand des Vereins (von links): Brigitte Marx, Hartmut Budy, Karlheinz Ikkert, Karl-Günter Süß und Elfriede Bluhm.

(Foto: F. Müller)

Vorsitzende Brigitte Marx gab den Tätigkeitsbericht für 2014. Diese Zeit habe ganz im Zeichen von 350 Jahren Stadtrechte für Leun gestanden, bemerkte Marx, die in chronologischer Folge die Aktivitäten nannte. Eine Großtat war der Brückenmarkt, bei dem vor allem der Festzug ins Auge fiel.

Anneliese Schliephake und Klaus Schneider arbeiteten daran, Straßen, Häuser und deren frühere Bewohner von Anfang des 20. Jahrhunderts zu ermitteln, zu ihnen habe sich Karl-Günter Süß gesellt.

Mehrere Besuchergruppen seien im Museum begrüßt worden und an neun offenen Sonntagen seien 171 Gäste in der Spinnstube gezählt worden.

Für die Wahlleitung wurde Ehrenbürgermeister Karl-Heinz Straßheim gewonnen. Vorsitzende bleibt Brigitte Marx. Den aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidierenden 2. Vorsitzenden Karl-Heinz Zunn löst Karl-Günter Süß ab. Hartmut Budy ist weiterhin Kassenwart, Karlheinz Ikkert Schriftführer und Elfriede Bluhm Beisitzerin.

Der bisherige 2. Vorsitzende Zunn, der auch das Amt des Archivars wahrnahm, erwähnte die weiteren Aufgaben des Vereins, nämlich die Erfassung der Leuner Geschäfte, die Geschichte des Lahnbahnhofs, die Historie der Flure, Straßen und ihrer Bewohner sowie auch die einheitliche Beschriftung der Museumsexponate. Weiterhin will man einer Flohmarkt sowie eine Hobbyausstellung ausrichten und eine Ausflugsfahrt für die Mitglieder und deren Familien nach Steinau an der Straße unternehmen. Der Vorstand will sich um einen neuen Archivar bemühen.

Brigitte Marx bleibt die Vorsitzende, Karl-Günter Süß ist neuer Vize

Der neue 2. Vorsitzende Süß brachte das marode Kriegerdenkmal auf dem Dollberg ins Gespräch, das 1889 vom Kriegerverein Leun errichtet worden war. Das Denkmal für die Opfer des Krieges 1870/71 müsse dringend restauriert werden.

Süß und Ortsvorsteher Albert Pantle meinten, dass der Verein für Heimatgeschichte aktiv werden und weitere Leuner Vereine interessieren sollte. Der Denkmalschutz des Lahn-Dill-Kreises sei zwar schon zur Besichtigung vor Ort gewesen und habe zu einem Gutachten geraten, das allerdings schon 5000 bis 10 000 Euro kosten würde.

Man könnte aber auch eine Sammlung von Restaurierungsgeldern ins Auge fassen, um das im Stadtbesitz befindliche Ehrenmal mit seiner Umgebung wieder in einen ordentlichen Zustand zu versetzen.

Karl-Heinz Schweitzer, der sich inzwischen schon intensiv in die Denkmalsgeschichte eingebracht hat, meinte, man solle mit Handwerkern und der Stadt sprechen, die sicherlich auch dafür seien, dass das Denkmal, das aus einer aus hohen Basaltsteinen errichteten Pyramide besteht, weiterhin ins Lahntal grüßt. Die Vereinsmitgliedern waren der Meinung, dass sich ihr Vorstand mit der Angelegenheit befassen und weitere Schritte unternehmen sollte.


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