Zweiter Prozess gegen Dealer wegen Mordversuchs

Justitia
Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/Archiv

Die Fahrt des unter Alkohol- und Drogeneinfluss stehenden Mannes endete an einem Baum. Gleichwohl gelang es ihm, die Tüte mit Marihuana im Wert von 18 000 Euro wieder an sich zu reißen. Das Opfer hatte ihm die Drogen vorher mit Gewalt abgenommen. Das Geschäft sollte auf einem Parkplatz in Eschborn (Main-Taunus-Kreis) abgewickelt werden. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf. Möglicherweise sei es kein versuchter Mord.

Am ersten Verhandlungstag des neuen Prozesses räumte der Angeklagte das äußere Geschehen ein, bestritt allerdings einen Tötungsvorsatz. In den bislang knapp fünf Monaten in Haft habe er erfolgreich an einer Drogentherapie teilgenommen, die er fortsetzen wolle. «Meine Frau und die Kinder warten auf mich zuhause», sagte der Angeklagte. Das Gericht hat Verhandlungstermine bis Mitte Juni anberaumt.

Während die Drogen in einem Gebüsch gefunden wurden, hatte sich der Mann nach der Tat kurzfristig in seine türkische Heimat abgesetzt. Nachdem er jedoch von einem internationalen Haftbefehl erfahren hatte, kam er von selbst nach Deutschland zurück und wurde festgenommen.


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