Miriam Meckel: «Mein Kopf gehört mir»

Die Gedanken sind frei?
Miriam Meckel
Miriam Meckel hat sich mit der fortschreitenden Digitalisierung und den Folgen für die Zukunft gemacht. Foto: Matthias Balk

2049 könnten sie laut den Vorhersagen Bestseller schreiben und 2053 sogar Menschen operieren. Und Meckel weiß auch: Etwa 2050 soll nach Technik-Pionier Elon Musk jeder Mensch mit einem Hirnimplantat an eine weltweite Daten-Cloud angeschlossen sein. Was Digitalisierung und künstliche Intelligenz bringen könnten, ist Thema von «Mein Kopf gehört mir».

Meckel unternimmt eine ausführlich recherchierte Reise durch die «schöne neue Welt des Brainhacking». Es geht um Forschung und Techniken, die einmal das menschliche Gehirn und unsere Welt grundlegend verändern könnten. Die Medienexpertin und Herausgeberin der «Wirtschaftswoche» machte auch Selbstversuche: So experimentierte sie mit Pillen oder verbrachte 24 Stunden in einer Dunkelkammer ohne Geräusche.

Ein Experiment mit Strom im Hirn bekam Meckel nicht gut: Ihr wurde übel, an Essen und Schlafen war nicht zu denken. Und Ehefrau Anne Will fragte bei der Heimkehr: «Wie siehst du denn aus?» Ihr Kopf sah aus, als sei er in den Schraubstock geraten. Auf der ethischen Ebene stellt Meckel viele Fragen - eine ist zentral: Werden die Gedanken nicht mehr frei sein? Eine Lektüre zum Schwindligwerden - angesichts der Technik, die einmal Alltag werden könnte.

- Miriam Meckel: Mein Kopf gehört mir, Piper München, 288 Seiten, 22,00 Euro, ISBN 978-3-492-05907-7.

Mein Kopf gehört mir

Der Mythos vom starken Führer

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