Wirbel um Theodor Mommsens Nobelpreismedaille

Fälschung?
Wirbel um Theodor Mommsens Nobelpreismedaille
Die nach Angaben des Deutschen Literaturarchivs in Marbach echte Nobelpreismedaille von Theodor Mommsen. Foto: Chris Korner/DLA Marbach

Die 6,5 Zentimeter große und 200 Gramm schwere Originalmedaille liege seit 14 Jahren im klimatisierten Magazin für Bilder und Objekte, teilte das DLA am Mittwoch mit. Die Familie Mommsen habe die Medaille 2007 dem Archiv in Marbach am Neckar als Stiftung überlassen. Zuvor hatte der «Südkurier» darüber berichtet.

Peter Mommsen, Urenkel des Historikers, sagte dem «Südkurier»: «Die Familie Mommsen ist betroffen von dieser Dreistigkeit, ausgerechnet zum 200. Geburtstag Theodor Mommsens eine offensichtlich gefälschte Medaille auf den Markt bringen zu wollen.»

Der deutsche Historiker Theodor Mommsen (1817-1903) hatte den Literaturnobelpreis 1902 für sein aus fünf Bänden bestehendes Hauptwerk «Römische Geschichte» erhalten.

Das New Yorker Auktionshaus Heritage Auctions hatte Ende November angekündigt, die Medaille solle am 6. Januar 2018 versteigert werden. Als möglicher Auktionserlös waren rund 400 000 Dollar (336 000 Euro) genannt worden.

Heritage Auctions zur Auktion


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2017
Kommentare (0)
Mehr aus Literaturnachrichten