Zuhause und unterwegs: Stets online

Ein Tag mit Smartphone, Tablet-PC und Notebook

Ohne Tablet, Smartphone und Notebook geht Mauricio Gemmer nicht mehr aus dem Haus. So ist er auf allen Kanälen informiert und kann seine Zeit effektiv nutzen. (Foto: Gemmer)

"Das ist ja ganz schön stressig", könnte der ein oder andere sagen. Doch so ist es nicht. Denn mein Smartphone, mein Tablet-PC oder mein Notebook füllen die Zeit aus, in der ich mich eigentlich langweilen würde. Etwa auf dem Bahnsteig, im Café oder in der Warteschlange an der Kasse.

Dabei kann ich mich zwischen verschiedenen Geräten entscheiden - denn ich bin ein Technik-Freak. Mit dabei habe ich immer mein Handy. Damit bekomme ich Nachrichten, kann schnell mal ein paar E-Mails abrufen oder den Routenplaner benutzen, wenn ich mal nicht weiß, wo es lang geht.

Auch mein Tablet-PC habe ich immer im Gepäck. Hin und wieder mal ein kleines Spiel spielen oder ich beantworte längere E-Mails oder stöbere bei verschiedenen Verkaufsportalen wie "eBay" oder "Amazon".

Das Notebook als ein treuer Begleiter

Und dann fehlt noch mein Notebook. Das hat sich viele Jahre lang als treuer Begleiter erwiesen. Denn da, wo Handy oder Tablet versagen, springt das gute alte Notebook ein. Beispielsweise, wenn ich Dateien überspielen muss oder längere Texte zu schreiben sind. Da macht sich eine normale Tastatur einfach besser.

Doch um deutlich zu machen, wie so ein Tag mitten in der multimedialen Welt des "Web 2.0" aussieht, habe ich einmal meinen Tagesablauf zusammengetragen.

7 Uhr: Mein Wecker klingelt. Nicht irgendeiner, mein Smartphone hat sich in den letzten Jahren zu meinem Wecker entwickelt. Denn um Punkt sieben Uhr holt es mich aus dem Schlaf und schickt mir gleichzeitig die neuesten Meldungen direkt aufs Display. Damit bin ich, bevor ich überhaupt einen Fuß auf den Boden gesetzt habe, informiert, was in der Welt so los gewesen ist, während ich schlief.

Ich lege das Smartphone weg und schnappe mir meinen Tablet-PC. Der ist größer und besser geeignet für das Badezimmer. Ich suche mir meinen Lieblingsradiosender im Internet und springe unter die Dusche. Praktisch ist das, weil ich mich jeden Morgen für einen anderen Sender entscheiden kann. Egal ob Rock, Pop, Klassik oder Information. Das Programm auf meinem Tablet-Computer hat immer den richtigen Sender für mich.

7.30 Uhr: Zeit für das Frühstück und damit auch für die Tageszeitung. Denn auch, wenn ich schon informiert bin, will ich wissen, was bei mir in der Region so passiert ist. Eine Tageszeitung ist da unumgänglich. Doch ich habe umgestellt. Ich bekomme jeden Morgen nicht mehr die Zeitung auf Papier, sondern rufe sie im Internet ab. Das ist praktisch und schnell. So kann ich lesen, was in meiner Stadt wichtig ist, ohne zu warten, dass der Zeitungsbote mir die Zeitung bringt.

8.30 Uhr: Ich stehe am Bahnsteig und warte auf meinen Zug, der mich zur Uni bringt. Jetzt ist die Zeit, in der auch meine Freunde so langsam die ersten Regungen zeigen. Ein Freund von mir aus Berlin meldet sich über ein Chatprogramm. Damit kann man praktisch SMS versenden, die aber nichts kosten. Damit ist meine Zugfahrt gerettet. Wir tauschen uns über das vergangene Wochenende aus, seine Ex-Freundin und über die neuesten Entwicklungen im PC-Bereich - super! Auch einige Bilder kann er mir über das Programm schicken oder ein lustiges Video, was er eben entdeckt hat.

10 Uhr: Die Vorlesung beginnt. Normale Notizen mache ich mir schon lange nicht mehr. Alles wird in mein Notebook getippt. Das ist viel einfacher, denn wenn ich etwas brauche, muss ich nicht erst in unzähligen Seiten blättern. Alles ist sofort griffbereit. Gleichzeitig kann ich ein wenig im Internet surfen. Denn das geht an der Uni schneller als zu Hause. Mal ein Blick in das soziale Netzwerk "Facebook" oder nach neuester Musik geschaut, die man sich flink mal runter laden kann. Jetzt hoffe ich nur, dass mein Akku so lange hält. Denn leider habe ich das Stromkabel für mein Notebook vergessen. Aber nicht umsonst habe ich mir einen Hochleistungsakku zugelegt. Fast sechs Stunden hält er durch - gerade so. Zur Not müsste ich meine beiden anderen Geräte auspacken. Doch das ist heute nicht nötig.

15 Uhr: Ich fahre mit einem Freund nach Hause, der mit dem Auto da ist. Sobald ich in sein Auto eingestiegen bin, schaue ich noch mal, ob mir jemand geschrieben hat. Zehn neue Nachrichten finde ich auf meinem Smartphone.

Die wollen jetzt erst einmal beantwortet werden. Zwischendurch höre ich ein tolles Lied im Radio. Doch der Moderator sagt nicht, wie es heißt. Kein Problem: Auf meinem Handy habe ich ein Programm, das Lieder an ihrem Klang erkennt. Ich halte mein Handy an die Lautsprecher des Autos und starte das Programm. Innerhalb weniger Sekunden sind mir Titel und Interpret bekannt.

16 Uhr: Ich bin endlich zu Hause und lade mir mein neues Lied runter. Das passt perfekt in meine Musikauswahl für den heutigen Tag. Damit werde ich im Fitnessstudio besonders viel Gas geben. Ich bestücke mein Handy mit Musik und fahre zum Sport. Zwei Stunden "durchpowern". Da ist kein Platz für Internet. Nur mein Smartphone mit Musik begleitet mich.

18 Uhr: Ich bin auf dem Heimweg. Auf halber Strecke komme ich in einen Stau. Weiter vorne war ein Unfall. Zum Glück ist nichts Ernstes passiert. Trotzdem ist die Warterei ärgerlich. Ich will meine Freunde warnen: "Stau:-( - doof", schreibe ich und teile allen auch meinen Standort mit. Das funktioniert über meinen GPS-Sender im Smartphone. In "Facebook" und "twitter" werden meine Freunde informiert.

Vielleicht schafft es ja der eine oder andere den Stau zu umfahren. Ansonsten bekomme ich viele Mitleidsbekundungen. Das muntert mich im Stau auch ein wenig auf...

Auch Rezepte für das Abendessen gibt es online

19. 30 Uhr: Zeit für das Abendessen. Doch nicht irgendetwas. Ich will ein neues Rezept ausprobieren und informiere mich auf Rezepte-Seiten im Internet darüber. "Gefüllte Hähnchenbrust mit geschmorter Balsamico-Paprika" steht auf dem Speiseplan. Doch damit auch alles gelingt, lasse ich mir im Video erklären, wie das Gericht gekocht wird. Einfacher geht es nicht.

20.30 Uhr: Endlich entspannen. Ein Buch lesen oder ein wenig Fernsehen gucken. Vielleicht ruft auch der ein oder andere Freund an. Denn auch wenn man den ganzen Tag miteinander kommuniziert hat, telefonieren tue ich mit meinem Smartphone am wenigsten.

So lassen wir den Tag noch mal an uns vorüberziehen. Auf dem Sofa benutze ich fast nur meinen Tablet-PC. Den muss man nicht erst hochfahren, sondern kann man sofort benutzen. Ich stöbere verschiedene Nachrichtenseiten durch und lade mir das eine oder andere Spiel herunter. Man will ja auch mal abschalten. Hin und wieder lade ich mir aber auch ein Buch herunter. Das habe ich dann immer dabei und kann es lesen, wann ich will.

22.30 Uhr: Ich schalte alles ab. Auch wenn ich praktisch den ganzen Tag mit dem Internet verbunden war, nachts herrscht Ruhe. Das eine oder andere Gerät muss dann auch mal an den Strom, damit es für den kommenden Einsatz aufgeladen ist.

Manchmal lasse ich die Geräte an, damit sie untereinander Daten austauschen. Merke ich mir einen Termin auf meinem Smartphone, muss das mein Tablet-PC auch wissen.

Was würde ich bloß ohne Internet machen. Das wäre schwer. Doch einen Versuch wäre es wert. Aber was ist, wenn ich dann in diesen Momenten etwas Wichtiges auf der Welt verpasse?

Nein, das will ich mir nicht vorstellen. Deshalb schiebe ich den Selbstversuch ganz weit weg - bis ich irgendwann mal die Nase voll davon haben könnte, immer erreichbar zu sein. Jetzt ist es aber noch lange nicht so weit.


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