Poesie der Farbe

Kunst  Ausstellung von Petra Seeger

Petra Seeger (v. r.) mit Maja Fischli und Heike Hermenau. (Foto: Pöllmitz)

Das zentrale Thema der Arbeiten sei eine Urform, die Kapsel. „Ihre Erscheinungsform in der Natur ist vielfältig: Als Knospe, und damit der Verheißung der Entfaltung; als Samenkapsel, die bewahrt und den Neubeginn in sich trägt. Aufbruch, Vergehen und Bewahrung sind gleichsam in dieser einen Form zu finden: Die Kapsel als Symbol für Wandlung und Entwicklung.“ Die Arbeitsweise mit Schichten aus Farbe, Lasur, Kreide und Collage komme dem Thema entgegen. „Es geht um einen Entstehungsprozess, an dessen Ende eine Verdichtung des Themas sichtbar bleibt“, so Hermenau. Bevorzugt werden Pigmente verwendet, da sie ein lebendiges Arbeiten, lasierend bis deckend, ermöglichen.

Seegers Studienkollegin Maja Fischli ging auf die Farben- und Formenwelten ein. Die Bilder „werfen Fragen auf, ihre fragile Kraft überrascht und verführt dazu, den Linien zu folgen und der Entwicklung nachzuspüren“. „Poetische Farbräume entstehen leise, fein, fragil es ist ein Erlebnis.“

Seherlebnis in der Natur

Seeger selbst nennt als Ausgangspunkt ihres Schaffens ein Seherlebnis in der Natur: der Eindruck einer Landschaft, das sich wandelnde Licht, die Nässe, die Erde, die Felder, Pflanzen. Es könne eine schön gewachsene Form sein oder eine leuchtende Farbe im grauen Winter, aber auch die Lebendigkeit eines Baches.

Die Ausstellung ist bis 10. Januar zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 14 bis 17 Uhr, Samstag 12 bis 14 Uhr, an den Adventssonntagen 15 bis 17 Uhr. (hp)


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