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Stelldichein

Doch zurück zum Stelldichein, das keine direkte Übersetzung des französischen Rendezvous ist. Der Schriftsteller und Sprachforscher Joachim Heinrich Campe (1746-1818) hatte es vorgeschlagen und damit Erfolg gehabt. Es behauptete für lange Zeit im Sprachgebrauch seinen Platz neben Rendezvous, also einem Treffen mit erotischen Absichten. Heute wird Rendezvous eher als Bezeichnung für ein Zusammentreffen von (Raum-)Fahrzeugen benutzt.

Campe hatte übrigens längst nicht mit all seinen Ideen zur Verdeutschung Erfolg: Von über 10 000 Wortvorschlägen erfreuten sich nur etwa 300 allgemeiner Zuneigung, wie die deutschsprachige Wikipedia zu berichten weiß. Beispielsweise kam Hochschule für Universität gut an, während Dörrleiche für Mumie oder Haarkräusler für Friseur mit gutem Grund längst vergessen sind.


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