Barbara Henniger: Auszeichnung und Ausstellung in Plauen

Karikatur
Barbara Henniger
Die Karikaturistin Barbara Henniger vor dem Erich-Ohser-Haus. Foto: Katrin Mädler/Archiv

Im Erich-Ohser-Haus der Stadt im Vogtland sind seit Sonntag rund 100 Originalzeichnungen zu sehen, die von der langen Schaffenszeit Hennigers zeugen, darunter auch Skizzen und Studien. Die Schau geht bis zum 15. Oktober.

Man wolle die Karikaturistin für ihr Lebenswerk ehren, sagte Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) bei der Preisübergabe am Samstag. «Sie hat die Satire in der DDR und danach im vereinten Deutschland nachhaltig geprägt». Die 78-Jährige hat als erste Frau den e.o.plauen-Preis erhalten, der zum achten Mal vergeben wurde und an den Zeichner Erich Ohser erinnert.

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Die gebürtige Dresdnerin Henniger begann in den 50er Jahren neben ihrer Ausbildung als Journalistin beim «Sächsischen Tageblatt» eigene Zeichnungen zu veröffentlichen. Ab 1967 arbeitete sie als freie Karikaturistin und zog in das brandenburgische Strausberg, wo sie bis heute lebt. Bekannt wurde sie durch ihre Mitarbeit bei der Satirezeitschrift «Eulenspiegel».

Der e.o.plauen-Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Dazu gibt es eine Kleinplastik nach den bekannten Ohser-Figuren «Vater und Sohn». Erich Ohser (1903-1944) wuchs in Plauen auf und starb in einem Berliner Gestapo-Gefängnis.

Ohser-Haus Plauen


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