Anna Burch: Selbsttherapie mit smarten Songs

Fluch abgeschüttelt
Anna Burch
Alles wieder im Lot bei Anna Burch. Foto: Katie Neumann

Sondern lässig und nach jenem Indiepop, den man ihn in den 90ern etwa von Juliana Hatfield kannte und zuletzt bei Courtney Barnett so gern hörte.

«Quit The Curse» (Heavenly/Pias/Rough Trade) besteht aus neun Liedern, in denen die aus Detroit stammende Singer-Songwriterin zwischen Sixties-Pop («Belle Isle», «In Your Dreams»), Folk-Balladen und Alternative-Rock pendelt. Da schrammeln die Gitarren, da poltert der Bass und da scheppert das Schlagzeug so schön ungekünstelt wie dereinst bei Pavement oder den Lemonheads.

Anna Burch soll an Selbstzweifeln und Versagensängsten gelitten haben, während sie in den vergangenen Jahren mit Frontier Ruckus und Failed Flowers erste Indiepop-Duftmarken setzte. «Dieses Album bedeutet für mich das Ende einer Zeit der Unsicherheit», sagt die 25-Jährige nun über ihr Solodebüt. Ihre «emotionalen Krisen» habe sie beim Schreiben der Lieder hinter sich gelassen.

Tatsächlich hört man keine depressive Niedergeschlagenheit mehr auf dieser 33 Minuten langen Platte. Burch sieht jetzt nicht nur aus wie das patente, smarte, selbstbewusste «girl next door» - sie klingt auch so. Gemäß dem Albumtitel hat sie «den Fluch abgeschüttelt».

Tourdaten: 11.05. Dortmund, 12.05. Offenbach, 13.05. Berlin, 14.05. München

Website Anna Burch


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