Diplombären mit Talar sind im Kommen

MARKETING Merchandising-Produkte von Unis sind kein Renner - Aber der Umsatz steigt

Werbeartikel an Unis sind im Kommen: Leila mit einem T-Shirt der Goethe Universität. (Foto: Heinl/dpa)

Während in den USA Studierende wie selbstverständlich Pullover, Kappen oder Shirts mit dem Logo ihrer Universitäten tragen, ist das in Hessen längst nicht so verbreitet.

Doch auch wenn der Handel mit solchen Artikeln kein derart lukratives Zusatzgeschäft wie jenseits des Atlantiks ist, steigt auch hierzulande der Umsatz mit solchen Werbeartikeln von Hochschulen.

Die Goethe-Universität in Frankfurt etwa geht in diesem Jahr von einer Umsatzsteigerung von mehr als zehn Prozent gegenüber 2014 aus und rechnet mit einem Erlös von rund 50 000 Euro. Das Geschäft ist nach Auffassung der Hochschule noch nicht ausgereizt.

Etwas für die Marke tun

Das primäre Ziel ist es nach Angaben der Hochschule, mit einer Vielzahl von praktischen, originellen und intelligent gemachten Produkten etwas für die Marke Goethe-Uni zu tun. Dabei stimme sich die Hochschule auch mit den Studenten ab.

Zurzeit bietet die Goethe-Uni rund 40 Artikel an. Es zeige sich, dass die Studenten praktische Produkte bevorzugten: Zu den verkaufsstärksten Artikeln gehören neben Textilien Kugelschreiber, Tassen, Blöcke, USB-Sticks, Stofftaschen und Schlüsselanhänger.

Auch die Technische Universität Darmstadt verzeichnet nach eigenen Angaben seit etwa fünf Jahren zumindest leicht steigende Umsätze mit solchen Artikeln. Besonders beliebt bei Darmstädter Studenten seien etwa günstige Textilien. Das Sortiment wechsele ständig, gleichzeitig werde darauf geachtet, dass es nicht zu umfangreich werde.

Mit Verkaufsaktionen, etwas Werbung, einer ansprechenden Gestaltung und einer Anpassung des Sortiments an die Vorlieben der Studenten gelinge es, die Nachfrage Zug um Zug zu steigern.

Die Universität Kassel nimmt mit dem Verkauf solcher Produkte einen fünfstelligen Betrag pro Jahr ein. Den Angaben zufolge werden leichte Gewinne erwirtschaftet, die vollständig in die Entwicklung neuer Produkte und den Einkauf gesteckt werden. Am besten verkauften sich etwa Stifte und Blöcke sowie Diplombären - Stofftiere mit Talar. Bekleidung sei dagegen nur in geringem Umfang im Angebot.

Kostendeckend arbeiten

Kostendeckend arbeitet beim Merchandising auch die Universität Gießen. Das Geschäft lege leicht zu seit der Shop in neue Räumlichkeiten im Präsidialbüro gezogen sei und reguläre Öffnungszeiten habe. Am besten kämen Kapuzen-Sweater an. (lhe)


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