Marburger graben alte Königsstadt aus

GESCHICHTE Fund in der Türkei

Marburger finden hethitische Stadt. (Foto: Philipps-Universität)

Bei Ausgrabungen des Vorgeschichtlichen Seminars der Philipps-Universität in Kayalipinar (Türkei) entdeckten sie Keilschrifttafeln, die erstmalig den hethitischen Namen des Ortes nennen: Samuha. Zu diesem Ergebnis kommt Professorin Elisabeth Rieken vom Marburger Fachgebiet Vergleichende Sprachwissenschaft und Keltologie. Die Stadt war aus Schriftquellen seit Längerem bekannt, doch "wo sie lag, blieb in der Forschung heftig umstritten". Nun der Durchbruch: Der Ort befand sich am Nordufer des längsten Flusses Anatoliens, des Kizilirmak (hethitisch Marassantija) in der ostkappadokischen Provinz Sivas. Die älteste Erwähnung Samuhas datiert in das 19. Jahrhundert v. Chr. "Altassyrische Tontafeln belegen, dass schon in dieser Zeit ein Palast in der Stadt existierte", so Rieken. Noch wichtiger wurde die Stadt in der Epoche des Hethiterreiches. Um 1200 v. Chr. wurde sie dann endgültig zerstört und geriet, wie das gesamte Hethiterreich, in Vergessenheit.


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