Neues Institut in Gießen

Es sind die Insekten und ihre gigantische Vielfalt an Wirkstoffen, die Gießen einen Forschungsneubau bescheren: Mit einem symbolischen ersten Spatenstich wurde der Baubeginn im Beisein des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier gefeiert. Der rund 30 Millionen Euro teure Bau am Leihgesterner Weg/ Ecke Ohlebergsweg wird je zur Hälfte vom Land Hessen und vom Bund finanziert. Er soll im Jahr 2019 fertig sein. Geplant ist, dass hier das neue Fraunhofer-Institut für Bioressourcen entsteht. Mit dem Neubau bekommt Gießen ein neues Zentrum für die Erschließung von Bioressourcen. Zu den Bioressourcen gehören neben den Insekten auch Bakterien und Pilze sowie Tiergifte.

"Weiterentwicklung der Universitätsstadt"

"Die geplante Ansiedlung des ersten außeruniversitären Forschungsinstituts in Gießen ist ein Meilenstein für die Weiterentwicklung der Universitätsstadt Gießen und der Wissenschaftsregion Mittelhessen", so Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU).

Im Neubau wird die Fraunhofer-Projektgruppe Bioressourcen mit rund 100 Mitarbeitern forschen. Besondere Bedeutung hat zudem der Einzug des 2014 gegründeten Sanofi-Fraunhofer-Exzellenzzentrums für Naturstoffforschung. Damit kommt eine der weltweit größten industriellen Stammsammlungen von Mikroben nach Gießen.

Insekten stellen aufgrund ihrer Biodiversität eine gigantische, weitgehend unerforschte Naturstoffbibliothek dar, die in Gießen erschlossen wird. Die Wissenschaftler suchen unter anderem nach Wirkstoffen, aus denen neue Antibiotika entwickelt werden können. (red)


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