Professur für Mensch und Tier

Der Leiter des Fachgebietes Raumfahrttechnik der TU Berlin, Klaus Brieß, zeigt den Picosatelliten "Beesat". (Foto: Pedersen/dpa)

Mieke Roscher, Fachgebiet Tier-Mensch-Beziehungen an der Uni Kassel. (Foto: Rode/Uni Kassel/dpa)

Gehört preislich zur Luxusklasse in der Raumfahrt: Die Illustration zeigt die amerikanische Raumsonde "Voyager 1". (Foto: NASA/dpa)

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Dafür sei Deutschlands erste Professur für Human-Animal-Studies eingerichtet worden, teilte die Hochschule mit. "Ohne Tiere lässt sich die menschliche Geschichte nicht erklären", sagte Juniorprofessorin Mieke Roscher.

Ein Problem der Tiergeschichte sei, dass Tiere keine Quellen hinterlassen - außer etwa ihren Knochen, die in Gräbern zusammen mit denen ihrer Besitzer zu finden seien, sagte die Historikerin. Es gelte deshalb, diese Quellen "neu zu lesen".

Es fehlen die Quellen

Ein Schwerpunkt der Forschung sind Tiere während des Nationalsozialismus. Die Perspektive der Einbindung von Tieren in das ideologische Konzept der Nazis ermögliche viele neue Einblicke. So stamme das erste deutsche Tierschutzgesetz aus dem Jahr 1933. Darin gebe es eindeutig antisemitische Tendenzen. Zudem seien später auch Hunde für den Krieg gemustert und "eingezogen" worden.

Die Juniorprofessur in Kassel entstand im Rahmen des Schwerpunkts "Tier-Mensch-Gesellschaft" des Loewe-Programms, den das Land Hessen seit dem vergangenen Jahr mit rund 3,6 Millionen Euro fördert. (dpa)


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