Politik statt Populismus!

Trump

Von Uwe Röndigs

Das Mittel, das der einflussreiche Milliardär über Monate benutzt hat, ist schnell identifiziert: der pure Populismus. Was Wunder, dass europäische Populisten anstehen und Beifall klatschen: Marine Le Pen aus Frankreich, die AfD-Politkerin Beatrix von Storch, natürlich der Ungar Viktor Orban – und als Erster ein sichtlich erheiterter Wladimir Putin. Was für ein erlauchter Club!

Populismus statt Politik das ist das Spiel mit dem Feuer, das Wecken der Emotionen und Vorurteile, die Herrschaft einfacher Antworten auf komplizierte Sachverhalte. Populismus will die Massen mobilisieren und polarisieren, Populismus grenzt schnell aus: Einwanderer, Schwule, Andersdenkende. Populisten haben vor allem das eigene Ziel und die eigene Macht im Blick und benutzen das Wahlvolk für ihre Zwecke. Trump ist Populist. Und das Schockierende ist, dass seine Botschaft so unerwartet verfing. Was für ein Absturz!

Politik ist anders. Sie ist das Instrument der Gesellschaft zur Klärung von Konflikten, zur Beseitigung von Problemen, im besten Fall stellt sie Konsens über polarisierende Themen her: Politik ist der Diskurs, ist harte Debatte um die besten Lösungen für Herausforderungen.

Kehrt nach dem Populismus die Politik zurück? Ist das politische System stark genug, den Unberechenbaren einzufangen, bei den Mehrheitsverhältnissen in Senat und Repräsentantenhaus? Die Frage sorgt für Gänsehaut. Wann ist bitte die nächste Wahl?


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