Kandidaten für CDU-Vorsitz betonen fairen Wettstreit

Erstes gemeinsames Treffen
Kandidaten
Annette Widmann-Mauz, Vorsitzende der Frauen Union, weist Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn (v.l.) den Weg zur Kandidaten-Vorstellung. Foto: Michael Kappeler
Annegret Kramp-Karrenbauer
In einer Umfrage liegt CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer gegenüber Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz leicht vorn. Foto: Kay Nietfeld
Armin Laschet
Stets im Bilde; NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) informiert sich über das Medienecho zur Merkel-Nachfolge. Foto: Thomas Reisener
Jens Spahn
Freut sich auf den Wettbewerb um den Parteivorsitz: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Foto: Federico Gambarini
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Neben ihr wollen sich der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn auf dem CDU-Parteitag am 7. Dezember zur Wahl stellen.

Vor dem Treffen der drei mit der Frauen-Union sagte Spahn, die CDU müsse bei den Wählern «Vertrauen zurückgewinnen». Gleichzeitig betonte er, die Zeit unter der Vorsitzenden Angela Merkel seien «18 gute Jahre» gewesen. Merz sagte, sein Ziel sei es, dass die CDU eine «Volkspartei bleibt, die in der Lage ist, zur politischen Mitte hin zu integrieren». Das «Ausfransen an den Rändern» müsse gestoppt, im besten Fall sogar rückgängig gemacht werden.

Der Vorstand der CDU-Frauenvereinigung hatte sich zuvor bereits klar für Kramp-Karrenbauer ausgesprochen. Anders als bei seinen Mitbewerbern steht die offizielle Nominierung bei Spahn noch aus. Der Vorstand des CDU-Kreisverbandes im münsterländischen Borken wollte ihn am Freitagabend bei einer nicht öffentlichen Klausur in Nordhorn (Niedersachsen) nominieren.

Bundeskanzlerin Merkel hatte nach den schweren Verlusten für die Union bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen ihren Rückzug vom CDU-Vorsitz beim Parteitag in Hamburg angekündigt.

Die Kandidaten für ihre Nachfolge wollen sich bei acht Regionalkonferenzen der Parteibasis präsentieren. Das erste Treffen ist für kommenden Donnerstag in Lübeck angesetzt. Danach stellen sich die Kandidaten in Mainz, Seebach in Thüringen, Halle/Saale, Böblingen, Düsseldorf, Bremen und zum Abschluss am 30. November in Berlin vor. Auf den Regionalkonferenzen wollen sie nach einer Bewerbungsrede auch Fragen der Parteimitglieder beantworten.

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Im Rennen um die Nachfolge von Angela Merkel an der CDU-Spitze gilt Annegret Kramp-Karrenbauer als Favoritin der Kanzlerin. Stationen ihres Lebens:

- geboren am 9. August 1962 in Völklingen (Saarland)

- seit 1981 in der CDU

- Jura- und Politikstudium in Trier und Saarbrücken (1982-1990)

- seit 1999 im Saarländischen Landtag

- seit 2000: Innenministerin im Saarland; erste Chefin dieses Ressorts in Deutschland

- seit 2007: wechselnd weitere Ministerämter im Saarland: Bildung/Familie/Kultur, später Arbeit, dann Justiz, schließlich Wissenschaft/Forschung

- seit 2010: Mitglied im Präsidium der CDU

- 2011 bis 2018: Ministerpräsidentin des Saarlands

- seit 2018: CDU-Generalsekretärin

- katholisch, verheiratet, drei Kinder


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