Firmen fordern Betreuung

Fordert von der Kommunalpolitik ein offenes Ohr für Unternehmer: Dirk Martin, hessischer Landesvorsitzender des Verbandes "Die Familienunternehmer". (Foto: Anne Kreuz Fotografie)

„Das ist ein erster Schritt, aber noch lange nicht genug. Wir Familienunternehmer fordern komplett beitragsfreie Kitas,“ sagte Martin. Bisher ist das letzte Kita-Jahr bis zu fünf Stunden beitragsfrei.

„Alle Seiten würden davon profitieren: Eltern, vor allem Frauen, könnten so leichter wieder erwerbstätig werden und damit auch Rentenansprüche erwerben. Unternehmen könnten auf das gestiegene Fachkräftepotenzial zurückgreifen. Die positive Wirkung der frühkindlichen Bildung auf den späteren Lebensweg ist darüber hinaus auch nicht zu unterschätzen“, sagte der Landesvorsitzende weiter.

Einführung kostet kurzfristig Geld

„Kurzfristig kostet die Einführung von beitragsfreien Kitas natürlich Geld. Langfristig würde sich die beitragsfreie Kita allerdings durch ihre positiven volkswirtschaftlichen Effekte von selbst finanzieren. Wir sollten so vielen Kindern wie möglich optimale Startchancen für ihren Lebensweg ermöglichen. Wer die Zukunft positiv gestalten möchte, kommt deshalb um eine stärkere öffentliche Finanzierung der frühkindlichen Bildung nicht herum“, sagte Dirk Martin abschließend.

Hintergrund: Der Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen soll Ende April im Landtag verabschiedet werden. Die Regelung soll am 1. August dieses Jahres in Kraft treten. Im Doppelhaushalt für die 2018 und 2019 sind dafür zusammen 440 Millionen Euro eingeplant. (red)


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