Bosch-Chef: Klare Angaben zum Verbrauch von Hybridautos

Mehr Transparenz
Volkmar Denner
Volkmar Denner bei einer Pressekonferenz in Renningen Anfang Mai. Foto: Franziska Kraufmann

Das gelte gerade bei den sogenannten Plug-in-Hybridmodellen, also Autos, die mit einem Stecker geladen werden, aber auch über einen zusätzlichen Verbrennungsmotor verfügen. «Teils deutliche Abweichungen von den Herstellerangaben können sich ergeben, wenn ohne elektrische Energie gefahren wird», sagte Denner der «Automobilwoche». Auch bei langen Fahrten mit hohen Geschwindigkeiten könne der Verbrauch deutlich steigen. «Ein höherer Verbrauch bedeutet dann in der Folge auch mehr CO2-Emissionen.»

Es sei wichtig, dass es transparente Verbrauchsangaben gibt und die Verbrauchs- und Emissionswerte transparent dargestellt werden. «Dies bedeutet: keine unrealistischen Prospektwerte, die der Kunde im realen Fahrbetrieb nicht erreicht.» Auch der ADAC-Experte Reinhard Kolke warnte in der «Automobilwoche», dass die Verbrauchsangaben bei Plug-in-Hybriden schwierig seien. «Für die meisten Hersteller sind Plug-in-Hybride attraktiv, weil man für sie mit fantastisch niedrigen CO2-Werten werben kann und diese niedrigen Werte den CO2-Flottenwert entsprechend schönen», sagte der Leiter des ADAC-Technikzentrums.

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