Dax schüttelt dank steigender Ölpreise Verluste ab

Börse in Frankfurt
Logo DAX
Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen

Am Nachmittag trat der Dax mit einem Minus von 0,01 Prozent bei 12 772,66 Punkten auf der Stelle. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor noch 0,35 Prozent auf 25 262,11 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax ein Plus von 0,18 Prozent auf 2279,67 Zähler schaffte. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand ein Kursrückgang von 0,29 Prozent auf 3544,11 Punkte zu Buche.

Seit der Dax-Bestmarke von 12 951 Punkten am Dienstagmorgen hatten die Anleger Kasse gemacht. Die schwachen Ölpreise hatten Bedenken hinsichtlich der Inflationsziele der Notenbanken genährt. Sollte die US-Notenbank Fed die Zinsen trotz einer sehr niedrigen Inflation weiter anheben, befürchten Experten Belastungen für die Konjunktur.

Anzeige

Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank belegten mit Kursverlusten von 1,22 und 0,73 Prozent hintere Plätze im Dax. Sie litten trotz der Ölpreiserholung weiter unter Sorgen um die Zinsentwicklung. Die Branche leidet seit Jahren unter Niedrigzinsen, welche die Gewinnmargen im klassische Einlagen- und Kreditgeschäft schmälern.

Bei Thyssenkrupp drängten derweil die positiven Nachwirkungen eines Rüstungsauftrags einen Pressebericht über Probleme im Anlagenbau in den Hintergrund. Die Titel des Industrie- und Stahlkonzerns erreichten bei 25,16 Euro den höchsten Stand seit zwei Jahren und gewannen zuletzt 2,91 Prozent auf 24,90 Euro. Sie behaupteten damit den Spitzenplatz im Dax.

Die Titel des Softwarekonzerns SAP profitierten von überraschend starken Quartalszahlen des US-Konkurrenten Oracle: Mit einem Kursanstieg von 0,72 Prozent gehörten sie zu den besten Werten im Leitindex.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,09 Prozent am Vortag auf 0,10 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,12 Prozent auf 141,78 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,05 Prozent auf 165,02 Punkte. Der Euro kostete 1,1166 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1147 Dollar festgesetzt.


Jetzt kostenlosen Probemonat sichern und unbegrenzt auf mittelhessen.de und in der News-App lesen!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2017
Kommentare (0)
Mehr aus Nachrichten aus der Wirtschaft