Frankreich-Experte Julian Draxler: Zufrieden in Paris

Bei Paris Saint-Germain
Frankreich-Experte
Deutschlands Nationalspieler Julian Draxler (r) bei der EM 2016 im Duell mit dem Franzosen Moussa Sissoko. Foto: Federico Gambarini

Allen voran Jungstar Kylian Mbappé. «Wir haben sicherlich geflachst in der Kabine, wer gewinnt. Ich freue mich gegen ihn zu spielen, er ist ein super Junge», sagte Draxler.

Die Rolle des 24 Jahre alten Deutschen im Pariser Starensemble war nach dem 222-Millionen-Euro-Rekordtransfer des Brasilianers Neymar hinterfragt worden. Doch Draxler hat sich nach schleppendem Saisonstart - auch durch seinen erfolgreichen Confed-Cup-Einsatz - behauptet und meist als Achter immer mehr in der Champions League als auch in der französischen Liga gespielt. «Ich bin noch ziemlich am Anfang der Saison. Ich war gar nicht verletzt. Ein Resümee braucht man noch nicht zu ziehen», bemerkte der 39-malige Nationalspieler.

Für 40 Millionen Euro war Draxler im Januar diesen Jahres vom VfL Wolfsburg nach Paris gewechselt. «Warum nicht?», antwortete er in Köln auf die Frage, ob eine Rückkehr nach Deutschland eine Alternative für ihn wäre. «Klar, die Bundesliga ist eine sehr schöne Liga, attraktiv für jedermann.» Doch Draxler schloss deutlich an: «Für mich stellt sich die Frage über meine weitere oder unmittelbare Zukunft nicht, weil ich sehr zufrieden bin und ich auch nicht liebäugle, den Verein im Winter oder Sommer zu verlassen.»

Im Nationalteam will der ehemalige Schalker im kommenden Sommer das Unternehmen WM-Titelverteidigung mit angehen. «Die Franzosen sind bei der WM sehr stark einzuschätzen, genauso wie wir. Deshalb ist es ein sehr guter und wichtiger Test, aber noch nicht mit der hundertprozentigen Aussagekraft in Richtung Weltmeisterschaft», sagte Draxler zum letzten Länderspiel des Jahres. «Weil sicher die Franzosen das eine oder andere ausprobieren werden genauso wie wir. Dazu ist ein Test da. Gewinnen wollen wir trotzdem.»

Für Draxler ist es ein besonderes Spiel: «Köln ist nahe an der Familie: Es werden viele zuschauen.» Er hofft, dass noch ein paar Tickets an der Abendkasse verkauft werden. «30 000 wären ein bisschen enttäuschend.» Immerhin würde der Gegner «zu den Top 5, wenn nicht Top 3 in der Welt gehören», betonte der Frankreich-Experte.

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