Raelert gewinnt EM-Titel über Halb-Ironman-Distanz

Triathlon
Europameister
Triathlet Michael Raelert wurde Europameister über die halbe Ironman-Distanz. Foto: Stefan Sauer

Bei herrlichem Sommerwetter im dänischen Helsingør genoss Raelert sichtlich den Jubel der Zuschauer bei seinem Zieleinlauf. «Ich habe es jemandem versprochen, dass ich mein Bestes gebe», sagte er - und er hatte Wort gehalten.

Raelert benötigte für die 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen 3:42:52 Stunden. Er verwies Andi Böcherer, unter anderem 70.3.-Europameister von 2011, auf den zweiten Platz. Der Freiburger quittierte diesen via Twitter mit einem freudigen «Yeah, Vizeeuropameister 70.3 2017». Dritter wurde der Potsdamer Nils Frommhold, mehrfacher Langdistanz-Gewinner und zweifacher 70.3.Sieger. Böcherer fehlten 1:35 Minuten, Frommhold 2:34 Minuten.

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«Er hat es geschafft!», hieß es auf der Facebook-Seite der Raelert-Brüder. Endlich, wieder, könnte da auch noch stehen. Zuletzt konnte Raelert den EM-Titel über die halbe Ironman-Distanz 2012 gewinnen, seinen ersten EM-Triumph hatte er zwei Jahre zuvor gefeiert - beide Male in Wiesbaden. 2009 und 2010 hatte er über die Distanz sogar jeweils die WM gewonnen.

Seit 15 Jahren ist der jüngere der beiden Raelert-Brüder professioneller Triathlet. In Mai vergangenen Jahres erlitt er einen Rückschlag, als er erneut am Eppstein-Barr-Virus erkrankte, er musste zunächst alle Wettkämpfe absagen. In diesem Jahr startete er mit zwei kurzen Wettkämpfen in Thailand und verpasste das Podest bei einem 70.3-Rennen auf den Philippinen. Vor zwei Wochen schaffte er es über die Halbdistanz in einem topbesetzten Feld bereits auf Rang drei.

In Helsingør meldete sich Michael Raelert bei seinem insgesamt 22. Sieg über diese Distanz ganz oben zurück. Er kam mit drei Sekunden Vorsprung auf Frommhold aus dem Wasser und wechselte mit einer Sekunde Vorsprung auf Böcherer von der Rad- auf die Laufstrecke. Beim Halbmarathon führte Raelert nach einem Drittel mit 43 Sekunden.

Deutlich geschlagen geben musste sich bei der Raelert-Show auch Titelverteidiger Andreas Dreitz. Er kam mit über zwölf Minuten Rückstand auf den neunten Platz, vor ihn schaffte es unter anderen auch noch Patrick Dircksmeier. Bei den Frauen kam Diana Riesler auf den achten Platz.


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