Selke stoppt Kölner Hoffnungen - Erster Hertha Heimsieg 2018

30. Spieltag
Hertha BSC - 1. FC Köln
Herthas Davie Selke (r) trifft trotz des Eingreifens von Kölns Jonas Hector zum 1:1. Foto: Ralf Hirchberger

Mit einem 1:2 (1:0) bei Hertha BSC verspielte der FC wohl die letzten Hoffnungen auf die Rettung. Dabei hatte ein Treffer von Bittencourt in der 29. Minute im Berliner Olympiastadion kurzzeitig noch für neue Spannung im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga gesorgt. Doch nach dem Doppelpack von Herthas Davie Selke besteht für den 1. FC Köln nur noch eine kleine theoretische Chance.

«Ganz ehrlich, viel Hoffnung habe ich nicht», sagte Bittencourt. «Aber ich kann versichern, dass wir nächste Woche wieder alles reinwerfen werden und versuchen, zu gewinnen.» Mit 21 Zählern fehlen dem Tabellenletzten vier Spieltage vor der großen Abrechnung weiter sechs Punkte auf Relegationsrang 16.

Mainz (27) kann am Montag zum Abschluss des 30. Spieltags gegen den FC Freiburg (30) sogar noch weiter davonziehen. «Irgendwie ist das typisch für uns in der Rückrunde. Ich weiß nicht, wie oft wir schon in Führung waren. Innerhalb von ein paar Minuten kriegen wir dann die Gegentore», bemerkte Marcel Risse.

Berlin ist mit 39 Punkten Zehnter. Hertha versöhnte mit dem ersten Heimsieg im Jahr 2018 die eigenen Fans, die das Team noch mit gellenden Pfiffen in die Halbzeitpause geschickt hatten.

Aber dann beendete Selke nach 350 Minuten die Berliner Torabstinenz im eigenen Stadion (49.). Kölns Verteidiger Dominique Heintz hatte eine Hereingabe von Nationalspieler Marvin Plattenhardt unglücklich per Kopf genau vor die Füße von Selke abgewehrt. «Das Wichtigste war der erste Heimsieg für unsere Fans», erklärte Selke. «Der erste Treffer war schon so eine kleine Befreiung.»

Auch das 1000. Bundesliga-Heimspieltor der Hertha bereitete Plattenhardt vor, diesmal nutze Selke (52.) die flache Hereingabe aus Nahdistanz zu seinem siebten Saisontreffer. Schon in der ersten Minute hätten die Gastgeber vor 49.253 Zuschauern ihre Ladehemmung beenden können. Doch nach einer Eingabe von Selke, der diesmal mit Kapitän Vedad Ibisevic eine Doppelspitze bildete, lenkte Horn nach 19 Sekunden einen Schuss von Salomon Kalou noch um den Pfosten.

Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck, der zum Saisonende das Team wieder abgibt, wählte in Erinnerung an das 3:1 im DFB-Pokal im Oktober eine durchaus offensiv orientierte Aufstellung. Allerdings musste Simon Zoller, Torschütze beim Sieg in der 2. Pokalrunde, schon zeitig angeschlagen vom Platz. Nachdem Yuya Osako einen Kopfball noch genau in die Arme von Hertha-Keeper Rune Jarstein gesetzt hatte, hatte Bittencourt mehr Glück.

Einen weiten Ball von Torwart Horn verlängerte der eingewechselte Jhon Córdoba per Kopf, der lustlos wirkende Mitchell Weiser konnte Bittencourt nicht stoppen - der Ball trudelte an Jarstein vorbei ins Berliner Tor. Hertha reagierte, in Mathew Leckie kam ein weiterer Offensivmann. Köln wirkte zum Start in die zweite Hälfte unsortiert, was Herthas Rekordeinkauf Selke (8,5 Millionen Euro) bestrafte. «Du kommst raus und gibst das Spiel ab. Da müssen wir abgezockter und cleverer sein», bemerkte Bittencourt.

Die Gäste versuchten verzweifelt, zurückzuschlagen. Aber Bittencourt rutschte knapp an einer Hereingabe vorbei (61.), einem Versuch des eingewechselten Marcel Risse verwehrte Per Skjelbred den Weg Richtung Berliner Tor. Cordoba köpfte knapp drüber. Bittencourt zögerte zu lange (78.). Und nochmals Cordoba hob den Ball aus bester Position neben das Tor (88.). Das war es wohl für den Erstligisten 1. FC Köln.

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