Heimliche Stromfresser im Haushalt

Thorben Wengert  / pixelio.de

Als Stromfresser werden Endgeräte im Haushalt bezeichnet, die unsinniger- oder überflüssigerweise Strom verbrauchen. Das ist immer dann der Fall, wenn die Stromzufuhr von der Steckdose hin zum Endgerät nicht hundertprozentig unterbrochen wird. Stand-by ist, wie das Wort sagt, keine Stromunterbrechung, sondern eine Bereitschaftssituation. Das Gerät ist zwar ausgeschaltet, es spricht jedoch auf die Fernbedienung an. Das ist der Beweis für eine Aktivierung mit Strom und für einen ständigen Stromverbrauch. Hier trifft die Redewendung zu „Kleinvieh macht auch Mist". Mehrere Endgeräte im Stand-by-Modus verbrauchen im Abrechnungszeitraum von zwölf Monaten eine spürbare Strommenge. Sie lässt sich einsparen, ohne dass der Gerätebenutzer davon beeinträchtigt wird.

Ein ganz allgemein probates Mittel gegen das Stromfressen sind Steckleisten, die sich mit einem Knopfdruck ein- und ausschalten lassen. Die unterschiedlichen Größen bieten bis zu fünf oder gar acht Einzelverbindungen für Endgeräte. Mit einem Handgriff wird der meistens rot leuchtende Knopf ausgeschaltet, sodass die Stromverbindung zu allen Endgeräten definitiv unterbunden ist. Einige Hersteller bieten Steckleisten mit mehreren Steckverbindungen an, die jede einzeln für sich mit einem eigenen Schaltknopf beziehungsweise Schalter versehen sind.

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Sogenannte Stromfresser sind auch Haushaltsgeräte mit einem von Haus aus sehr hohen KW/h-Verbrauch. Meistens handelt es sich dabei um ältere oder um Importgeräte ohne Markennachweis. Im Gegensatz zur heutigen Effizienzklasse A, die bis hin zu AA oder AAA respektive A+ oder A++ gesteigert wird, gehören sie einer niedrigeren Klasse an. Das kostet durch den höheren Stromverbrauch buchstäblich Geld. Beim Austausch Alt gegen Neu sollte immer das teurere Gerät der AAA-Klasse gekauft werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Mehrkosten beim Kauf durch Einsparungen bei den Stromkosten eingespart sind.

Das gekonnte Benutzen der Haushaltsgeräte in Küche, Hauswirtschaftsraum und Keller ist wie ein direktes Stromsparen. Geräteeinstellungen des Herstellers sollten nicht eigenmächtig verändert werden. Auch geringe Abweichungen von der Norm können dauerhaft den Stromverbrauch sichtbar steigern. Energiesparlampen sind teilweise teuer in der Anschaffung. Doch schon beim ersten Kontakt in der Lampe beginnt das dauerhafte Stromsparen. Ein Birnenaustausch in allen Räumen ist also überlegenswert. Alle Stromfresser sollten, Raum für Raum, erfasst und nacheinander abgestellt werden. Das macht sich spätestens bei der nächsten Endabrechnung des Stromanbieters durch eine Rückzahlung bemerkbar. Und auch die anschließenden monatlichen Vorauszahlungen sind dann deutlich niedriger.

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