Am Rhein bleibt's düster

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Einem Familiengeheimnis auf der Spur: Max Ballauf (Klaus J. Behrendt, links) und Freddy Schenk (Dietmar Bär).  Foto: WDR/Uwe Stratmann

VON MARKUS ENGELHARDT"Schon mal daran gedacht, alles hinzuschmeißen?" Harte Zeiten für Freddy Schenk (Dietmar Bär): Gleich zu Beginn des neuen Falls wird der grimmige...

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. VON MARKUS ENGELHARDT

"Schon mal daran gedacht, alles hinzuschmeißen?" Harte Zeiten für Freddy Schenk (Dietmar Bär): Gleich zu Beginn des neuen Falls wird der grimmige Großstadt-Bulle von zwei Ganoven ausgetrickst. Schlafstörungen treiben ihn durchs nächtliche Köln. Und der coole Nachwuchs in Gestalt von Assistent Tobias Reisser (Patrick Abozen) lässt ihn noch älter aussehen, als er sich ohnehin fühlt.

Partner Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Pathologe Doc Roth (Joe Bausch) gucken ratlos auf den krisengeschüttelten Kollegen und Altersgenossen. Dabei müssen die erfahrenen Ermittler zeigen, was sie können, denn der Mord an einem jungen Nachtclub-Besitzer wirft ständig neue Fragen auf.

Schließlich entspinnt sich ein komplexes System aus Lügen und Intrigen, ein Familiendrama, in dem sich Haudrauf Freddy und sein besonnener Kamerad Max nur schwer zurechtfinden. Die Lage eskaliert, als sich auch noch Ex-Knacki Ralf Trimborn (der unvermeidliche Armin Rohde) ins Spiel bringt.

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Die Currywurst bleibt Geschichte: Lustig wird es selten in diesem recht standardisierten "Tatort". Stattdessen sehen wir unseren Rheinländer Helden beim Altern zu. Doch statt der Müdigkeit nachzugeben, zeigt das Kölner Duo einmal mehr, dass es als Team kaum zu schlagen ist. Und das Ende entschädigt für einige Längen.