Erholsame Abwechslung ohne Experimente

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Ratlos: Lenski (Maria Simon) und Raczek (Lucas Gregorowicz). Foto: rbb/Degeto/Oliver Feist

Anne Gerling (Antje Traue), Journalistin und Umweltschützerin, wird tot in ihrem Wagen gefunden. Was zuerst nach einem Unfall aussieht, stellt sich schnell als Mord heraus. Die...

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. Es geht um illegale Machenschaften eines Energiekonzerns, um Bestechung, um Erpressung, um kriminelle Verstrickungen von Politik, Wirtschaft und Justiz.

Das Drehbuch (geschrieben von Silja Clemens, Stephan Rick und Thorsten Wettcke) schafft es nicht, das Genre Krimi komplett neu zu erfinden oder zu erzählen. Der "Polizeiruf 110: Tod einer Journalistin" aus Frankfurt/Oder ist aber anständig gemacht, weist keine auffälligen Löcher in der Handlung auf, transportiert Spannung und spinnt auch die Geschichte der beiden Kommissare weiter. Das ist in Zeiten experimenteller "Tatort/Polizeiruf"-Bücher eine erholsame Abwechslung am Sonntagabend.

Sicherlich ist die Geschichte an einigen Stellen etwas konstruiert, doch am Ende ist und bleibt ein Fernsehkrimi Fiktion. Dafür ist sie gut und stringent zu Ende erzählt. (Kirsten Ohlwein)

Das Erste zeigt den "Polizeiruf 110: Tod einer Journalistin" am Sonntag, 29. Dezember, um 20.15 Uhr.