In einem 
Rutsch

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Flückiger (Stefan Gubser) und Ritschard (Delia Mayer) beenden die Sommerpause.  Foto: ARD Degeto/SRF/Daniel Winkler

Der 14. Schweizer "Tatort" beendet die Sommerpause der Krimi-Reihe. "Die Musik stirbt zuletzt" wird die Gemüter spalten; ganz, wie es der "Tatort" seit ein paar Jahren gerne...

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. Von Kirsten Ohlwein

Der 14. Schweizer "Tatort" beendet die Sommerpause der Krimi-Reihe. "Die Musik stirbt zuletzt" wird die Gemüter spalten; ganz, wie es der "Tatort" seit ein paar Jahren gerne tut. Der Film wurde ohne Schnitt, in einer einzigen Einstellung gedreht. Dass dies so funktionieren konnte, ist nicht nur dem Regisseur und kreativen Kopf hinter der Kamera, Dani Levy, zu verdanken. Hinter jeder Sekunde der 90 Minuten stecken intensive Proben, eine minutiös geplante Inszenierung und das Verschwimmen von Handlung und Zeitebene.

Der "Tatort" wurde an vier Abenden durchgespielt – nie wurden die Aufnahmen unterbrochen. Und das ist letzten Endes nur eines: beeindruckend. Der Stoff spitzt sich gen Ende dermaß;en zu, dass es fast keine Rolle mehr spielt, wer der Täter ist. Rasant wird der Zuschauer durch Sekunden, Minuten und Stunden getrieben. Ohne Atempause. Die Handlung ist so komplex, dass sie sich nicht in drei Sätzen wiedergeben lässt. Dennoch kurz zum Inhalt: Unternehmer und Mäzen Walter Loving (Andri Schenardi) veranstaltet ein Benefiz-Konzert mit dem argentinischen "Jewish Chamber Orchestra". Es soll der Opfer des Holocaust gedacht werden. Doch an diesem Abend werden alte Rechnungen beglichen, neue Feinde geschaffen und ein Giftanschlag verübt, dunkle Geheimnisse sollen gelüftet werden. Auch eine Erpressung ist im Spiel.

Dichter Stoff, beeindruckend erzählt. Das ist ein überzeugender Start in das zweite "Tatort"-Halbjahr.

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Das Erste zeigt den "Tatort: Die Musik stirbt zuletzt" am Sonntag, 5. August, um 20.15 Uhr.