Jakob, der Lügner

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Jakob Gregorowicz (Manuel Rubey) verbirgt etwas. Foto: SWR/Alexander Klug

"Kennen Sie Uwe Berger?" Mit dieser Frage treten die Stuttgarter Kommissare Lannert (Richy Müller) und Bootz (Felix Klare) erstmals in Erscheinung. Ein Mord ist geschehen, aber...

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. "Kennen Sie Uwe Berger?" Mit dieser Frage treten die Stuttgarter Kommissare Lannert (Richy Müller) und Bootz (Felix Klare) erstmals in Erscheinung. Ein Mord ist geschehen, aber das erfährt der Zuschauer erst in dem Moment, als Jakob Gregorowicz (Manuel Rubey) als Zeuge befragt wird. Sein Name tauchte nämlich im Terminplan des Vermögensberaters Berger auf – just zu der Zeit, als er in seiner Villa umgebracht wurde.

Gregowowicz behauptet, mit Berger seit zwei Jahren keinen Kontakt zu haben. Und doch lässt sich sein Name immer wieder im Kalender des Mordopfers finden. Nur eine von bald schon vielen Ungereimtheiten. Der Zeuge wird schnell zum Hauptverdächtigen, spätestens als herauskommt, dass er durch Anlagegeschäfte mit Berger 200 000 Euro in den Sand gesetzt hat. Und doch klammert sich der Familienvater immer weiter an sein Lügengerüst.

Das ist mal ein interessanter Perspektivwechsel, der dem Zuschauer von Regisseur Martin Eigler im "Tatort" "Der Mann, der lügt" geboten wird. Lannert und Bootz sind lediglich Nebenfiguren in der Geschichte um den Protagonisten Jakob (der Lügner) Gregowowicz – fantastisch dargestellt von Manuel Rubey, dem einen oder anderen vielleicht aus der Falco-Biografie "Verdammt, wir leben noch" bekannt. Krimierzählung mal anders – trotz Schwächen am Ende insgesamt gelungen!