Neues Team am "Dadord"

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Das neue "Tatort"-Team aus Franken freut sich auf seinen ersten Einsatz.  Foto: Olaf Tiedje/BR/dpa

VON CATHÉRINE SIMONMit zwei Kopfschüssen wird ein verheirateter Uni-Professor in einem Wald bei Nürnberg im Auto ermordet. Es geschieht beim Liebesspiel mit einer...

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. VON CATHÉRINE SIMON

Mit zwei Kopfschüssen wird ein verheirateter Uni-Professor in einem Wald bei Nürnberg im Auto ermordet. Es geschieht beim Liebesspiel mit einer Unbekannten. Von der Frau fehlt jede Spur.

Die heiß ersehnte erste fränkische Ausgabe des Kultkrimis kommt ohne Effekthascherei und Blutexzesse aus. Und auch ohne Comedy-Einlagen. Dafür überzeugt der Krimi mit seinem Ermittler-Duo und wohldosiertem trockenen Humor.

Das Fränkische an diesem "Tatort" blitzt nur hin und wieder hervor - etwa, wenn der Leiter der Spurensicherung Michael Schatz - verkörpert vom Fürther Kabarettisten Matthias Egersdörfer - am "Dadord" lakonisch vom "Waldsterben" spricht oder die freundlich fränkelnde Polizistin den neuen Kollegen Felix Voss (Fabian Hinrichs) bei seiner Ankunft begrüßt.

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Im Gegensatz zu manch anderen "Tatort"-Teams erfährt man zunächst nicht viel über das Privatleben der beiden Hauptfiguren. Kommissarin Ringelhahn (Dagmar Manzel) hat ein Problem mit dem Schießen. Voss kommt wie im echten Leben aus dem hohen Norden. In Nürnberg muss er erstmal in einem dunklen Loch neben einer Tankstelle hausen.

Ein beim Seitensprung ertappter Toter, ein bisschen fränkischer Dialekt und viel Zeit für Charaktere - fertig ist der Franken-"Tatort". Geduld lohnt sich: Die erste Ausgabe kommt zum Schluss hin richtig in Fahrt. (dpa)