Sehenswerte Schlussnote trotz dünnen Stoffs

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Bootz (Felix Klare) und Lannert (Richy Müller) nehmen die Ermittlungen auf. Foto: SWR/Benoit Linder

Oliver Manlik (Barnaby Metschurat) saß mehr als drei Jahre in den USA im Gefängnis. Warum? Er war ein Bauernopfer seiner Firma und wurde wegen Korruption verurteilt. Nun ist...

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. Manlik gerät sofort ins Visier der beiden Ermittler Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare), da er Vorstandschef Joachim Bässler (Stephan Schad) massiv unter Druck gesetzt hat: Wiederanstellung und Entschädigung der Haftzeit fordert Manlik von Bässler unter Einsatz von heftigen Drohungen und auch Gewalt.

Als ein Sprengstoffattentat auf den Wagen des Vorstandschefs verübt wird, ist Bässler überzeugt, dass Manlik der Täter ist. Lannert und Bootz sind auf der Suche nach Beweisen, denn gegen Manlik liegen keine belastenden Indizien vor. Und so spitzt sich der Kampf zwischen Manlik und Bässler immer weiter zu.

Der neue Stuttgarter "Tatort" "Der Welten Lohn" ist eher Psychodrama als Krimi. Es ist durchaus spannend, die Kommissare bei ihrer Ermittlungsarbeit und schließlich der Verfolgungsjagd zu begleiten, aber nur bedingt mitreißend. In den letzten 20 Minuten wird der Stoff, den Autor Boris Dennulat gewoben hat, leider schon so dünn, dass er nahezu die Lust raubt, den Film noch bis zu Ende zu sehen. Und auch, wenn die Schlussnote in diesem "Tatort" wiederum unglaublich sehenswert ist – zwischendurch erscheint der Weg dorthin langatmig und unüberwindbar.

Es retten die Darsteller von Manlik und Bässler, die die jeweils verlangte Wucht – Arroganz auf der einen, racheerfüllte Verzweiflung auf der anderen Seite – in ihre Rollen legen. (Kirsten Ohlwein)

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Das Erste zeigt den "Tatort: Der Welten Lohn" am Sonntag, 1. November, um 20.15 Uhr.