CDU Neu-Anspach: Mehr Kommunikation mit den Bürgern

Die Neu-Anspacher CDU im Wahlkampf.  Foto: privat

Im Wahlprogramm der Neu-Anspacher CDU steht der Austausch an erster Stelle. Außerdem setzen sich die Neu-Anspacher Christdemokraten für Video-Überwachungen an neuralgischen...

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NEU-ANSPACH. Das traumhafte Wetter am vergangenen Samstag nutzte die Neu-Anspacher CDU, um sich vor dem Feldberg-Center mit einem Dialogstand "zu Wort zu melden". "Wir waren wie immer ansprechbar, aber im Vergleich zu normalen Wahlkämpfen natürlich reduziert. Es gab weniger Kandidaten, die vor Ort waren, dafür waren aber die Abstände größer", beschreibt Holger Bellino, der die Liste der Christdemokraten anführt, die besondere Situation. Dennoch habe man neben den Corona-Sets (Masken, Desinfektionsmittel) auch Informationen zur Kommunalwahl verteilen und Gespräche führen können. Mit dabei waren die Partei- und Fraktionsvorsitzenden Uwe Kraft und Birger Strutz, sowie Christian Scheer (JU) und Ralf Behr.

Doch wofür steht die CDU in Neu-Anspach? Ein Blick in das Parteiprogramm der Christdemokraten:

Transparenz, Bürgernähe: Der CDU sei die "enge Kommunikation" mit den Bürgerinnen und Bürgern sehr wichtig. Ziel sei es, dass sich alle Neu-Anspacher mit ihrer Stadt identifizieren könnten. Deswegen sollten unter anderem die jährlichen Bürgerversammlungen in jedem Stadtteil beibehalten und zusätzliche Bürgerinformationsveranstaltungen zu wichtigen Projekten und Entscheidungen eingeführt werden. Auch der Dialog mit den Vereinen solle intensiviert werden.

Entlastung der Stadtverwaltung: Die CDU appelliert an die lokale Politik, auf "populistische Anfragen oder Aufträge" und "Besuche von Stadtverordneten" in der Verwaltung zu verzichten, damit die Mitarbeiter wieder mehr Zeit für die Bürger hätten.

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Stadtentwicklung: Die CDU will die Stadt "harmonisch weiterentwickeln", orientiert am Masterplan. "Zersiedelung und Mammutprojekte" sollen verhindert werden, betont die CDU. Eine "vernünftige Innenverdichtung" habe Vorrang vor der Ausweisung neuer Baugebiete. Auch das Ziel der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum findet sich im Programm der Christdemokraten.

Weiterentwicklung der Taunusbahn: Explizit bekennt sich die CDU zur Elektrifizierung der Taunusbahn.

Sicherheit: Die CDU fordert, die Erkenntnisse aus dem Landesprogramm "KOMPASS" im "Sinne der Bürger" konsequent umzusetzen. Gefordert wird eine Video-Überwachung im Bahnhofsbereich sowie am Bürgerhaus und der Erhalt der Alkoholverbotszone. Außerdem plädieren die Neu-Anspacher CDU-Politiker für eine verstärkte Präsenz von Stadt- und Landespolizei, nächtliche Streifen und mehr Kontrollen in Problembereichen. Freiwillige Feuerwehr und Stadtpolizei müssten mit "zeitgemäßem Material und Fahrzeugen" ausgestattet werden.

Naturschutz: Die CDU will einen "naturnahen und klimaangepassten Wirtschafts- und Erholungswald" fördern. Die durch die trockenen Sommer geschädigten Wälder sollen mit heimischen Baumarten aufgeforstet werden. Außerdem fordert die CDU "mehr Grün im innerstädtischen Bereich" und will sich für eine nachhaltige Energiegewinnung und Energieeinsparung einsetzen.

Kinderbetreuung: Die CDU will ein "modernes, flexibles Betreuungsangebot im Kindergarten- und Hortbereich, das immer wieder im Austausch mit den Müttern und Vätern angepasst werden müsse". Eltern sollten in die Entscheidungen einbezogen werden. Auch die Angebote für die Jugend sollen ausgebaut werden. "Jugendhaus und Jugendpflege dürfen nicht dem Rotstift zum Opfer fallen", heißt es im Programm der CDU.

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Sport, Vereine, Kultur: Die CDU betont, das Waldschwimmbad erhalten zu wollen. Gemeinsam mit den Sportvereinen soll eine Prioritätenliste erarbeitet werden, welche Sportstätten ausgebaut oder optimiert werden müssten. Außerdem setzt sich die Partei für eine Stärkung des Ehrenamts ein.

Senioren: Die CDU plädiert für den Einsatz von erfahrenen Senioren als "Test-Piloten", wenn es gelte, deren Interessen in der Gestaltung der Stadt zu berücksichtigen. Dies solle "in enger Abstimmung mit dem Seniorenbeirat" passieren. Der Erhalt des Hochtaunusstifts in Verbindung mit der "bestmöglichen Unterstützung" des Betreibers steht ebenso im Programm der CDU wie der Forcierung der Barrierefreiheit.

Handel und Wirtschaft: Die CDU fordert "verlässliche Steuern und Gebühren" für Bürger und Handel, Handwerk und Gewerbe sowie eine mittelstandsfreundliche Vergabepolitik. Zu den Gewerbevereinen und den Unternehmen solle ein "enger Kontakt" gehalten werden.

Finanzen: "Solide, ehrliche, genehmigungsfähige Haushaltspläne und seriöse fünfjährige Finanzplanung statt finanzpolitischer Tricksereien" - so beschreibt die CDU ihr finanzpolitisches Motto. Es seien "konsequente Schritte" zum Schuldenabbau nötig - ohne dass dafür nachts die Laternen abgeschaltet werden müssten. Außerdem will die CDU die interkommunale Zusammenarbeit forcieren.