Der CDU-Mann Heiko Schmitt löst Thomas Fischer in der einstigen SPD-Hochburg Weinsheim als Ortsbürgermeister ab. Auch bei der Beigeordnetenwahl wird die Stärke der CDU deutlich.
WEINSHEIM. (wba). Thomas Fischer nannte es ausdrücklich seine letzte Amtshandlung als bisheriger Ortsbürgermeister: Er bestimmte und vereidigte seinen Nachfolger Heiko Schmitt. Zudem übergab er ihm das Ortsbürgermeisterschild für die Haustür – „geputzt und poliert“, wie Fischer versicherte. Dazu überreichte er Schmitt den Rathausschlüssel, allerdings nicht ohne die Ermahnung, regelmäßig den Briefkasten dort zu leeren. Fischer wünschte seinem Nachfolger einen „guten Weg und viel Erfolg“.
In Weinsheim war es der CDU gelungen, die einstige SPD-Hochburg zu schleifen. Dem neuen Gemeinderat gehören neun Mitglieder der CDU-Liste und nur noch sieben der SPD an, was die Sozialdemokraten bei der Beigeordnetenwahl deutlich zu spüren bekamen. Zum Ersten Beigeordneten wurde mit 16 Ja-Stimmen einstimmig Normen Mietzker (CDU) gewählt. Für die Stelle des Zweiten Beigeordneten wurden Sebastian Kunz (CDU), der bei der Gemeinderatswahl nur auf den hinteren Plätzen gelandet war und den Einzug in den Rat verpasst hatte, und Marc Förster, der Bürgermeisterkandidat der SPD, vorgeschlagen. Getreu der Sitzverteilung wurde Kunz mit neun Stimmen gewählt, während für Förster insgesamt sieben Mitglieder stimmten. Förster wurde aber auch für die Position des Dritten Beigeordneten vorgeschlagen. Für dieses Amt wurde er dann mit 15 Ja- und einer Nein-Stimme bestätigt.
Der neue Ortsbürgermeister Heiko Schmitt bedankte sich bei seinem Vorgänger Thomas Fischer für dessen zehn Jahre im Amt und wagte bereits einen Blick nach vorne. „Bei allen politischen Gegensätzen bleibt das Ziel dasselbe: Weinsheim muss als lebenswerte Gemeinde gestaltet werden.“