Stadt Allendorf/Lda. will Blühstreifen anlegen

Die Allendorfer Stadtverordnetenversammlung folgt einem Antrag der Grünen, der vorsieht auf städtischen Freiflächen Blühstreifen anzulegen. Weiterhin wurde der Bebauungsplan...

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ALLENDORF/LDA. Bei Enthaltung von CDU und teilweise der Grünen brachte die Stadtverordnetenversammlung den Aufstellungs- und Änderungsbeschluss "Alte Mühle" auf den Weg. Hier ist die Änderung und Erweiterung des bestehenden Bebauungsplans vorgesehen. Die vorhandene Bebauung soll durch die Neuausweisung von ein bis zwei Baugrundstücken ergänzt werden. Betroffen sind sieben Flurstücke in Nordeck.

Einstimmig wurde der Grünen-Antrag zur Einrichtung eines "Blühstreifenkatasters" beschieden. Fraktionsvorsitzende Sandra Henneberg erläuterte dazu, dass die Stadt jedes Jahr auf festgelegten kommunalen Freiflächen Blühstreifen anlegt und hierzu ein Flächenkataster erstellt werden soll, in dem verfügbare Flächen ausgewiesen werden, um jedes Jahr die rechtzeitige Aussaat zu gewährleisten. Dazu regte Ulrich Krieb (CDU) an auch die überpflügten Bewirtschaftungswege einer "zu aggressiv betriebenen" Landwirtschaft mit einzubeziehen.

In den Sozialausschuss verwiesen wurde der Grünen-Antrag zur Erstellung eines umfassenden Radwegekonzeptes mit einer Übersichtskarte. Zudem sollen bis Frühjahr 2022 kurzfristige Maßnahmen wie Beschilderung und Markierungen in Abstimmung mit der Polizei vorgenommen werden. Gabi Waldschmidt-Busse hatte dabei auf zahlreiche Wünsche, wie etwa Fahrradabstellplätze und -wege verwiesen, die Krieb mit dem Hinweis kommentierte "das wird zwei Millionen Euro kosten. Das können wir gar nicht leisten."

Keine Beanstandungen gab es gegen den Jahresabschluss. Zum Haushaltsbericht 2021 merkte FW-Fraktionsvorsitzender Ralf Hofmann an, dass darin aufgeführte bezuschusste Maßnahmen, wie die LED-Beleuchtung, die Erneuerung der Gehwege auf dem Friedhof in Allendorf und die Behindertentoilette des Allendorfer Bürgerhauses, bis zum Jahresende abgeschlossen sein müssten. Bürgermeister Thomas Benz (FW) erklärte, dass diese bis Ende 2021 abgeschlossen sein werden. Brunhilde Trenz (FDP) und auch Krieb zeigten sich erfreut, dass in Pandemiezeiten "die Stadt ganz gut aus der Coronakrise herausgekommen ist". "Es ist ein positives Ergebnis für unsere Bürger", unterstrich Krieb. Die Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 722 000 Euro bewegten sich auf jenem Ergebnis 2019, was zeige, dass die heimischen Unternehmen gut durch die Pandemie gekommen sind. Auch die Schlüsselzuweisungen des Landes in Höhe von 1,6 Millionen Euro zeigten, dass das Land die Kommunen nicht im Regen stehen lasse.

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Im Geschäftsgang belassen wurde der abgesetzte Tagesordnungspunkt der Aufhebung eines Sperrvermerks für Musikinstrumente für den Spielmannszug Allendorf/Lda, nachdem CDU-Fraktionsvorsitzender Ulrich Krieb Aufklärung über eine bereits im Haushalt 2020 dazu eingestellte Position über 10 000 Euro haben wollte. Dies soll nun bis zur nächsten Parlamentssitzung erfolgen. Bürgermeister Benz hatte eine Aufhebung des Haushaltsperrvermerks über 5000 Euro für die Beschaffung von Musikinstrumenten für den Spielmannszug Allendorf beantragt. Der Verein habe aufgrund der Pandemie seit eineinhalb Jahren keine Einnahmen mehr, so Benz. Deshalb soll die Beschaffung der Instrumente zu 100 Prozent über den städtischen Haushalt und die Fördermittel des Landes Hessen erfolgen. Einstimmig beauftragt wurde der Magistrat, für die Friedhöfe Nordeck und Winnen eine mobile Lautsprecher-/Mikrofonanlage anzuschaffen.

"Wenn alles gut geht, haben wir noch diese Woche einen neuen Pächter der Bürgerhausgaststätte", verkündete Benz. Aktuell werde zudem das Foyer des Bürgerhauses erneuert. Im Magistrat wurde beschlossen, dass für das Bürgerhaus wie auch für das Feuerwehrhaus in der Kernstadt ein Sanierungskonzept gemeinsam mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) erstellt werden soll. Verkauft wurde mittlerweile der dritte und letzte Bauplatz in Winnen.