Picknick-Gottesdienst zum Erntedankfest

Gute Laune hatten die Besucher beim besonderen Erntedankfest auf dem Kirchhof in Alten-Buseck. Foto: Wagner

(swa). Es war ein stürmisch-kalter Open-Air-Gottesdienst mit Blasmusik und Picknick im Kirchhof, der mit allerlei Blumen und Früchten herausgeputzt war. Da die evangelische...

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ALTEN-BUSECK. (swa). Es war ein stürmisch-kalter Open-Air-Gottesdienst mit Blasmusik und Picknick im Kirchhof, der mit allerlei Blumen und Früchten herausgeputzt war. Da die evangelische Kirche „Sankt Georg“ in Alten-Buseck Corona-konform nur 30 Besucher aufnehmen darf, wurde in diesem außergewöhnlichen Jahr ein außergewöhnlicher Gottesdienst zum Erntedankfest gefeiert. Neben dem Dank für alle Gaben ging es um eine gerechte Verteilung. „Wissenschaftler haben errechnet, dass alle Menschen auf der Welt gut auskommen würden, wenn die Verteilung nur gerecht wäre“, sagte Pfarrer Thomas Leimbach.

Lederhose unter Talar

Zum Gottesdienst spielten die Blechbläser – Musiker aus verschiedenen Orchestern – Lieder aus dem Gesangbuch wie „Wir pflügen und wir streuen“, „Geh aus mein Herz und suche Freud“ und „Lobet den Herren“. Danach legten sie – jetzt verstärkt mit Michael Häuser am Schlagzeug – den „Schalter“ um. Während nun zünftige Volksmusik erklang, ließen sich die Besucher die mitgebrachten Speisen und Getränke schmecken. Pfarrer Leimbach hatte unter dem Talar schon eine Lederhose getragen. Damit hat er, ebenso wie Häuser, dem ausgelobten Dresscode entsprochen. Weitere Trachtenträger waren nicht auszumachen und für ein Dirndl war es definitiv zu kalt. „Unser Ursprungsgedanke war ja Busecker oder zumindest hessische Tracht. Doch die wenigsten Menschen besitzen so etwas. Und falls doch, dann handelt es sich um Erbstücke, die in Ehren gehalten werden“, berichtete Leimbach.

Im Kirchhof stand neben ausgedienten landwirtschaftlichen Geräten sogar ein alter Traktor. Dieser wurde später von Küsterin Betina Jung persönlich vom Hof gefahren. Kirchenvorstand und Helfer hatten das Erntedankfest mit viel Mühe und Liebe zum Detail vorbereitet. Schade, dass das Wetter nicht mitgespielt hat und die Besucherzahl dementsprechend gering war. Schie woars trotzdem.