Nabu Steinbach schützt Amphibien vor dem Unfalltod

Mit einem Zaun schützen Helfer zwischen Steinbach und Annerod Kröten und Co. vor dem Unfalltod.  Foto: Nabu Steinbach

Um die bedrohten Tiere zu schützen, errichten Mitglieder und Helfer des Nabu Steinbach zwischen Steinbach und Annerod einen mobilen Krötenzaun.

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STEINBACH. Das Frühjahr kündigt sich an, mit längeren Tagen und Nachttemperaturen im Plusbereich. Wie in jedem Jahr machen sich um diese Zeit die Kröten und andere Amphibien nach und nach auf den Weg von ihren Winterquartieren zu den Tümpeln und Seen, um sich fortzupflanzen. Die Annateiche neben der B 157 zwischen Annerod und Steinbach sind offensichtlich ein beliebtes Ziel dieser Krötenwanderung. Um die bedrohten Tiere zu schützen, errichten dieser Tage Mitglieder und Helfer des Nabu Steinbach an der entsprechenden Stelle einen mobilen Krötenzaun.

"Der Weg ist häufig weit und voller Gefahren", so der Nabu in einer Pressemitteilung. Insbesondere die Straßen, die überquert werden müssen, würden oft zur tödlichen Falle. Und zwar nicht nur, weil die Tiere überfahren werden. Durch den Strömungsdruck schnell fahrender Autos würden auch Kröten getötet, die noch am Straßenrand sitzen.

Durch den Zaun werden die Kröten bei ihrer Wanderung aufgehalten. Sie wandern seitwärts an dem Hindernis entlang, fallen in eigens dafür eingegrabene Eimer und werden jeweils morgens und abends von ehrenamtlichen Helfern in ihrer Artzugehörigkeit bestimmt und gezählt. Danach werden sie über die Straße zum Teich gebracht und in die Freiheit entlassen. Die Tiere sollten nicht mit bloßen Händen berührt werden.

Das umfangreiche Projekt, diesmal mit der zusätzlichen Corona-Herausforderung, wird wieder von der stellvertretenden Vorsitzenden des Nabu Steinbach, Stefanie Specht, gemanagt. Der Nabu bittet alle Autofahrer: "Fahren Sie an der entsprechenden Stelle langsam. Sie schützen dadurch am Rand sitzende Tiere, aber auch die Helfer, die die Straße queren."