50 Jahre Eltern-Kind-Turnstunde beim TSV Allendorf

Fröhliches Gewusel: In den Eltern-Kind-Turnstunden ist immer etwas los. Fotos: Jung

1983 übernahm die Sportlerin Leni Niessner das Eltern-Kind-Turnen beim TSV Allendorf und war ein Vierteljahrhundert Übungsleiterin. Im Interview erinnert sie an Anfänge und...

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GIESSEN-ALLENDORF. Beim TSV Allendorf/Lahn wird in diesem Jahr das 50-jährige Jubiläum der Eltern-Kind- Turnstunde gefeiert. Damit rückt der Verein seine Jüngsten ganz zu Recht in den Mittelpunkt, denn hier erfolgt oft der erste Kontakt zum Sportverein. In dieser Turnstunde wird der Grundstein für die sportliche Laufbahn der Kinder gelegt. Die Eltern-Kind-Turnstunde bildet dabei die Vorstufe für die weiterführenden Angebote des Vereins, egal, ob es in Richtung Turnen, Leichtathletik oder Fußball weitergeht und erfüllt damit eine wichtige Funktion.

1983 übernahm die Sportlerin Leni Niessner das Eltern-Kind-Turnen und war ein Vierteljahrhundert Übungsleiterin. Der Anzeiger sprach mit ihr über diese lange "bewegte" Zeit.

Frau Niessner, Sie blicken jetzt auf 25 Jahre Übungsleiterin "Eltern und Kind-Turnen" zurück. Wie begann alles? Ich begann 1983 und übernahm die 1969 gegründete Gruppe. Anfangs waren es ausschließlich Mütter oder Großmütter, die ihre Kinder in die Turnstunden begleiteten. Der Besuch dieser Turnstunde war in der Zeit meiner Übungsleiterin sehr stabil und ist es geblieben.

Haben sich im Laufe der vielen Jahre gravierende Änderungen ergeben?

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Als sich Mitte der 80er Jahre die geburtenschwachen Jahrgänge bemerkbar machten, konnte dies teilweise durch die Gewinnung von Mitgliedern aus den umliegenden Gemeinden kompensiert werden. Irgendwann besuchten auch einige Väter die Übungsstunden, um mit ihren Kindern aktiv zu sein. Damit war die ursprüngliche Bezeichnung "Mutter-und-Kind-Turnen" natürlich nicht mehr zeitgemäß und wurde daher in "Eltern-und-Kind-Turnen" umbenannt.

Was macht Ihnen besondere Freude? Ein Höhepunkt für diese Gruppen ist jedes Jahr die Kinderweihnachtsfeier. Hier können die Eltern sehen, was ihre Kinder in den Übungsstunden gelernt haben ,oder sind, bei Eltern und Kind, sogar selbst an den Vorführungen beteiligt. Darauf wird schon im Vorfeld hingearbeitet und es ist ein Ansporn.

Können Sie abschätzen, wie viele Kinder Sie betreut haben?

Ich habe meine Notizen geprüft und komme auf eine Zahl von 303 Kindern, die im Laufe der 30 Jahre meine Übungsstunden besucht haben.

Erinnern Sie sich an schöne Momente? Es ist immer wieder schön, zu sehen, wie eifrig die Kinder bei der Sache sind. Durch Üben lernen sie immer mehr dazu und entwickeln sich mit ihren Erfahrungen gut weiter.

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Ist Ihnen das Aufhören schwer gefallen?

Ja, schon, aber aufgrund der Pflegebedürftigkeit meiner Eltern musste ich meine Tätigkeit als Übungsleiterin beenden. Ich war dankbar dafür, dass sich junge Übungsleiterinnen fanden, um die Turnstunden fortzuführen und damit eine wichtige Funktion beim TSV fortgeführt werden kann.