Ärgernis in Gießen: Radständer versperrt Gehweg

Für Fußgänger ist der Gehweg an dieser Stelle nicht zu passieren. Foto: Schäfer

Wer dieser Tage als Fußgänger in der Marburger Straße unterwegs war, musste in Höhe des Restaurants Saray Ocakbasi vom Bürgersteig auf den Radweg ausweichen, weil dort ein...

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GIESSEN. Wenn keine Radspuren auf der Fahrbahn markiert sind, sind städtische Bürgersteige rechtsseitig der Straße oft geteilt. In ihrem rechten Bereich sind sie mit grauen Legesteinen gepflastert; links mit - nach vielen Jahren inzwischen nur noch - blassroten Steinen. Eine weiße Trennlinie zwischen dem grauen und dem roten Bereich würde dies deutlicher kenntlich machen. Zudem sich im Laufe vieler Jahre beide Farben durch Verblassen einander optisch annähern. Wer als Fahrradfahrer innerstädtisch unterwegs ist, hat nicht den Eindruck, dass allen Fußgängern bekannt ist, dass die rotmarkierten Flächen den Radfahrern vorbehalten sind. Klingeln oder lautes Rufen müssen dann Zusammenstöße mit Fußgängern auf den Radstreifen verhindern..

Wer als Fahrradfahrer innerstädtisch unterwegs ist, sucht mehr als oft vergebens nach einem Fahrradständer, an dem er seinen Drahtesel anschließen kann. Der einzige Vorteil gegenüber Autofahrern besteht darin, dass er wegen "nicht an einem Radständer angeschlossenen Zweirad" in der Regel weder ein Knöllchen, geschweige denn ein kostspieliges Abschleppen in Kauf nehmen muss. Ärgerlich ist der Mangel sicherer Radparkplätze dennoch.

Auch von der Aral-Tankstelle in der Marburger Straße verlaufen stadteinwärts Fußgänger- und Fahrradfahrerbereich nur farblich getrennt ohne Abgrenzung dicht nebeneinanderher. Wer dieser Tage als Fußgänger dort Richtung Innenstadt unterwegs war, musste in Höhe des Restaurants Saray Ocakbasi (früher bekannt als "Panorama") vom Bürgersteig zwangsweise auf den Radweg ausweichen, weil dort ein Fahrradständer in den Gehweg ragte.

Ohne Genehmigung

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Auf Nachfrage dementierte die Stadt, dass sie infolge 30 wegfallender Fahrradabstellplätze am Bahnhof - wegen des Baues eines Aufzuges zur Brücke am Alten Wetzlarer Weg 2022 - einen Teil bereits dorthin verlegt habe. Fast entrüstet reagierte die Verwaltung auf eine diesbezügliche Anfrage dieser Zeitung. "Das würden wir so nicht machen."

Und dass die Fahrradständer offensichtlich auf städtischem Areal installiert sind? "Sieht so aus. Aber sicher nicht mit unserer Genehmigung", so Magistratssprecherin Claudia Boje. Nun will sich die Stadt das "mal anschauen".