Feuerwehr Gießen freut sich über Erweiterung der App "iIKat"

Die Technik schreitet voran: Die Feuerwehr Gießen ist für sämtliche Gefahrenlagen gerüstet. Foto: Frank Beck

Glutnester lokalisieren, Personen auffinden: Die Feuerwehr Gießen freut sich über erweiterte Funktionen der App zur Gefahrenabwehr "iKat". Auch eine Drohne dient als Einsatzhelfer

Anzeige

. Giessen (red). Auch in der Gefahrenabwehr gewinnt der Einsatz moderner Technologien zur Datenverarbeitung zunehmend an Bedeutung. So setzt die Berufsfeuerwehr Gießen inzwischen seit einigen Jahren auf die digitale Bereitstellung einsatzrelevanter Informationen eingebunden in ein Geoinformationssystem. Die hierfür verwendete App "iKat" eines regionalen Softwareanbieters wurde nun in einer Kooperation zwischen Berufsfeuerwehr Gießen und Anbieter um eine sehr sinnvolle Funktion erweitert.

Der ebenfalls von der Berufsfeuerwehr seit zwei Jahren verwendete Multikopter ("Drohne") ist nun durch eine Datenschnittstelle in das "iKat"-System eingebunden. Die neue Funktion wurde kürzlich bei der Berufsfeuerwehr Gießen vorgestellt. "Damit ist es möglich, das Kamerabild sowie die Position des Fluggerätes direkt in der App anzuzeigen und mit dem situationsbedingt benötigten Karteninhalt zu hinterlegen", freut sich Kersten Nette, Projektleiter seitens der Berufsfeuerwehr Gießen, in einer Pressemitteilung. Unabhängig vom Standort des Piloten ist es jetzt möglich, aus "iKat" live auf die Kamerabilder und Flugdaten der Drohne zuzugreifen.

Der Nutzen dieser neuen Funktion bei Einsätzen der Feuerwehr ist vielversprechend: Die Lageerkundung auf unbekanntem Terrain bis hin zum Auffinden von Glutnestern oder die Überwachung einer Großschadenslage aus der Luft kann zukünftig direkt vom Einsatzleiter im hinterlegten Kartenmaterial überwacht und beurteilt werden. Sturmschäden an Gebäuden oder Brücken können via Drohne besichtigt, beurteilt und dokumentiert werden, ohne Personen in Gefahr zu bringen. Mithilfe der installierten Wärmebildkamera kann zudem bei Flächen- und Vegetationsbränden, aber auch bei Personensuchen sehr zielgerichtet die Erkundung aus der Luft mit den Maßnahmen am Boden abgeglichen und damit ein schneller Einsatzerfolg erzielt werden.