Feuerwehr Wieseck verzeichnet 107 Einsätze im Jahr 2019

Glückwunsch: Die Vorsitzende Susanne Möll ehrt Ernst Schöffmann, Alexander Jung, Klaus Zimmermann und Stefan Schöffmann (von rechts).  Foto: Jung

Wehrführer Christopher Bellof gab einen Überblick auf das Jahr 2019 bei der Wiesecker Feuerwehr. Für Aufregung sorgte bei der Jahreshauptversammlung die Tatsache, dass im...

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GIESSEN-WIESECK. Das Jahr 2019 sei für die Wiesecker Einsatzabteilung "nicht ganz so umfangreich" wie das Vorjahr gewesen, bilanzierte Wehrführer Christopher Bellof in der Jahreshauptversammlung. Nachdem fünf Kräfte dazu kamen, besteht die Einsatzabteilung aus 28 Mitglieder.

107 Einsätze und 46 Brandsicherheitsdienste verzeichnet die Statistik. Das seien zwar weniger als im Vorjahr aber "wir haben uns anderen Herausforderungen gestellt", so der Wehrführer. 28 Brände, 40 Hilfeleistungseinsätze, zwei Wachbesetzungen und 37 sonstige Einsätze hielten die Frauen und Männer auf Trab.

Christopher Bellof resümierte, die Hilfeleistungseinsätze nähmen zu und rangierten vor den Alarmierungen zu Bränden. Die Freiwilligen nahmen an 35 Übungsdiensten teil, was einer Personenstundenzahl von 937,5 Stunden entspricht. Dazu kamen 23 Lehrgangsbesuche. Vier Kameraden beglückwünschten die Ehrenamtlichen mit Spalier zu ihren Hochzeiten. Geplant sind ein Tag der offenen Tür und eine Motorsägenleistungsübung in Wieseck. Die Jugendfeuerwehr besteht aus fünf Mädchen und 15 Jungen, als stabil bezeichnete Jugendfeuerwehrwart Sascha Bellof die personelle Situation.

Neue Herausforderungen kommen auf die Nachwuchsabteilung in der Mitgliederwerbung zu, denn in den kommenden drei Jahren werden viele Jugendliche in die Einsatzabteilung wechseln, schaute Bellof in die Zukunft. Minifeuerwehrwart Alexander Schulte betreut die Jüngsten, zehn Jungen und vier Mädchen. Er bedauerte, wegen des Schädlingsproblems sei es im letzten Quartal nicht möglich gewesen, mit den Fahrzeugen zu arbeiten. Unter anderem habe dies zum Austritt von zwei Kindern geführt. Leider bestehe das Problem der Halle im kommenden Jahr weiter. Nicht mehr aufgrund der Schädlinge, sondern aufgrund des stark beschädigten Hallenbodens. Die Minifeuerwehr wird sich dort nicht mehr aufhalten, weil das Verletzungsrisiko an den Kanten der Platten zu hoch ist.

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Der Minifeuerwehrwart beklagte die fehlenden räumlichen Kapazitäten im Gerätehaus. Die Minifeuerwehr mit ihrer Ausrüstung ist auf dem Dachboden untergebracht. Schulte forderte mittelfristig Besserung. 235 Mitglieder zählt der Verein, der unter anderem auch zum Oktoberfest eingeladen hatte, berichtete die Vorsitzende Susanne Möll. Zügig verlief zunächst die Versammlung, die der zweite Vorsitzende Gerrit Eichner moderierte. Doch dann gab es Anträge aus der Einsatzabteilung für Beschaffungen. Kurz war die Diskussion über einen Türöffnungssatz, es folgte der einstimmige Beschluss dazu.

Länger sprachen die Anwesenden über Bekleidung, Jacken und Pullover für die Einsatzkräfte, konkrete Zahlen dazu wurden nicht genannt. Bis 5500 Euro beantragten die Floriansjünger für die Anschaffung einer Wärmebildkamera vom Verein. Dann wurde vom Vorstand gerechnet und auf die Finanzen geschaut. Man dürfe sich nicht verausgaben, so der Blick auf den Kassenbestand, der im Verlauf der Sitzung vom Kassenprüfer als in Ordnung bezeichnet wurde und die Entlastung erfolgte.

Dann plötzlich Aufregung, denn es tauchte ein anderer Betrag als in der vergangenen Vorstandssitzung auf. Die Versammlung beschloss schließlich, um die Differenzen, die vermutlich durch einen Rechenfehler entstanden, aufzuklären, dass die Kasse erneut von zwei jetzt gewählten neuen Kassenprüfern geprüft wird. Die Folge: Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist in Kürze erforderlich, wo die korrekten Ergebnisse vorgelegt werden und der Vorstand erneut entlastet werden muss.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Alexander Jung geehrt. 40 Jahre sind Klaus Zimmermann und Stefan Schöffmann dabei. Ernst Schöffmann hält dem Verein seit sechs Jahrzehnten die Treue.