Gießen: Anwohner in Landgrafenstraße erleidet Rauchvergiftung

Die Feuerwehr kann den Brand in einem Haus in der Landgrafenstraße schnell unter Kontrolle bringen. Foto: Feuerwehr Gießen/Twitter

Das berühmte "auf dem Herd vergessene Essen" sorgte am Mittwochnachmittag für einen größeren Einsatz in der Landgrafenstraße. "Menschenleben in Gefahr" hieß es bei der...

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GIESSEN. Das berühmte "auf dem Herd vergessene Essen" sorgte am Mittwochnachmittag für einen größeren Einsatz in der Landgrafenstraße. "Menschenleben in Gefahr" hieß es bei der Alarmierung um 15.15 Uhr. Tatsächlich erlitt eine Person eine Rauchgasvergiftung und musste notärztlich behandelt werden. Weitere Bewohner des direkt an die Ostanlage angrenzenden Hauses kamen nicht zu Schaden. Die Ostanlage musste für gut eine halbe Stunde in Fahrtrichtung Berliner Platz voll gesperrt werden. Das führte wiederum zu Behinderungen im Berufsverkehr.

Als die ersten Kräfte vor Ort eintrafen, drang bereits dichter schwarzer Rauch aus dem Fenster. Das Feuer hatte sich zwischenzeitlich vom Herd auf die Dunstabzugshaube und die Küchenzeile ausgebreitet, teilt Kersten Nette, Abteilungsleiter Gefahrenabwehr bei der Berufsfeuerwehr, auf Anfrage des Anzeigers mit. Durch das schnelle Eingreifen der Berufsfeuerwehr Gießen, der Freiwilligen Feuerwehr Gießen-Mitte und der Tagesfeuerwehr, die mit etwa 24 Personen angerückt waren, konnte der Brand mit kleinem Löschgerät und wenig Wasser schnell unter Kontrolle gebracht sowie ein Übergreifen auf die restliche Wohnung verhindert werden.

Treppenhaus verraucht

Allerdings war auch das Treppenhaus zunächst verraucht, sodass die übrigen Bewohner des Gebäudes ihre Zimmer nicht verlassen konnten. "Sie haben jedoch gut reagiert und sich auf die von der Gefahrenquelle abgewandten Balkone begeben", so Nette weiter. Dort seien sie in Sicherheit gewesen, während die Feuerwehr noch das Treppenhaus belüftete und rauchfrei machte.