Neidel macht ein wenig Hoffnung auf ein Parkhaus

Planungsamtsleiter Dr. Holger Hölscher stellte dem Ortsbeirat Einzelheiten zur Aufstellung eines Bebauungsplans Teichweg/Kiesweg, Bereich Brauhausareal vor.

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GIESSEN-WIESECK. (kg). Im Zuge der bereits in der Durchführung befindlichen ersten Phase der Testplanung für das Brauhau-Areal sei es nicht mehr möglich, die Einrichtung eines Parkhauses in den Leistungsumfang aufzunehmen, schreibt Bürgermeister Peter Neidel dem Ortsbeirat. Und macht den Bürgervertretern, die in der vorletzten Sitzung den Wunsch geäußert hatten, zu prüfen, ob ein Teil des Alten Brauereigeländes für ein Parkhaus gekauft werden könne, um von Pendlern genutzt zu werden, ein wenig Hoffnung. Es werde möglich sein, in den folgenden Planungsschritten unabhängig von Eigentumsfragen in den Bebauungskonzepten alternativ zu Gewerbeflächen eine Fläche für ein Parkhaus zu prüfen. Aus übergeordneter verkehrlicher Sicht fehle ein „Park&Ride“-Konzept für die gesamte Stadt, um mögliche Machbarkeit und Erfolg feststellen zu können, so Neidel.

In der Sitzung am Donnerstagabend – ohne Magistratsvertreter – stellte Planungsamtsleiter Dr. Holger Hölscher Einzelheiten zur Aufstellung eines Bebauungsplans Teichweg/Kiesweg, Bereich Brauhausareal dem Ortsbeirat vor. Heiner Geißler (FW) hält in dem Gebiet das Wohnen für absolut sinnvoll und fordert „ein sehr ansprechendes Gebäude“. Schließlich sei der Brauhausturm, der abgerissen werden soll, bislang ein weithin sichtbares Symbol für Gießen gewesen. Laut Hölscher können 194 Wohnungen dort entstehen, davon 20 Prozent für den sozialen Wohnungsbau.

Nicht zum Zug kam Norbert Kress (BUF) mit seinem Ansinnen, eine Bürgerversammlung zum Bebauungsplan für dieses Gebiet stattfinden zu lassen. Die Mehrheit lehnte bei einer Enthaltung ab. Eine Verbreiterung des Bürgersteigs in einem Teilstück des Bürgersteigs in der Gießener Straße, um eine gefahrlose Nutzung der Fußgänger zu erreichen, lässt der Ortsbeirat prüfen. Namenlos ist der Fuß- und Radweg vom Sellnberg bis zur Philosophenstraße, das soll geändert werden. Einstimmig schloss sich das Gremium auch dem Wunsch der BUF an, die illegalen Gartenabfälle im Bereich der Parkplätze gegenüber der Grillhütte zu entsorgen und ein Verbotsschild aufzustellen. Einmütig auch das Votum, die Altenburger Straße zwischen Kreisverkehr und Hangelsteinstraße zu erneuern. Umfangreich war der Fragenkatalog der BUF zu Baumfällungen im Naturschutzgebiet Hangelstein. Zu umfangreich seien die Fragen, bemängelte zunächst Julia Sator (CDU) und sprach sich dafür aus, auf schriftliche Antworten zu verzichten. Letzten Endes ging der Antrag doch einstimmig auf den Weg. Der Magistrat solle prüfen, ob entsprechende Nisthilfen aufgestellt werden können, fordern die Bürgervertreter gegen die Stimmen der SPD.

In der Kornblumenstraße kommt es immer wieder vor, dass Fahrzeuge im Begegnungsverkehr auf den Bürgersteig ausweichen. Vor Kurzem beschädigte ein Bus einen parkenden Pkw. Die Fahrer haben allerdings die Anweisung, über den Lichtenauer Weg zu fahren und somit den Weg der Linie 5 zu benutzen. Das würden sie aber nicht tun, bemängelnden Anwohner der Kornblumenstraße, die sich über die Situation beschwerten. Sie forderten vom Ortsbeirat, mit den Verantwortlichen der Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO) und dem Busunternehmen Schwalb müssten diesbezügliche Gespräche geführt werden. Der ursprüngliche Antrag der BUF ging nun als Prüfantrag auf den Weg.

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Zwischen 17 Uhr bis 20 Uhr werde am schnellsten in der Gießener Straße gefahren, hieß es zum SPD-Antrag, eine nächtliche Tempobegrenzung einzurichten. Ein paar neue Schilder und schon würde die Lebensqualität der Anwohner erhöht, meint das Gremium. Lose Steine und bröckelnder Putz an der „Poart“ rufen den Ortsbeirat auf den Plan, eine Untersuchung und gegebenenfalls unverzügliche Sanierungsarbeiten verlangt er von der Stadt. Die Ampelanlage in der Alten-Busecker Straße wird im Rahmen der Bauarbeiten erneuert und die Querungsstelle barrierefrei umgebaut, teilt die Stadt mit. Die Einmündung der Rabenauer Straße kann nicht im gleichen Zug umgestaltet werden, da kurzfristig keine Planungskapazitäten frei sind.