Planer und Handwerker fehlen

(red). Die Stadt Gießen zieht nach einem halben Jahr Bilanz der Bürgerbeteiligung in Klimaschutz-Arbeitsgruppen. „Wir freuen uns, dass Ehrenamtliche sich die Zeit nehmen...

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GIESSEN. (red). Die Stadt Gießen zieht nach einem halben Jahr Bilanz der Bürgerbeteiligung in Klimaschutz-Arbeitsgruppen. „Wir freuen uns, dass Ehrenamtliche sich die Zeit nehmen und ihre Kenntnisse und Ideen in die Arbeitsgruppen hineintragen, um gemeinsam Klimaschutzmaßnahmen für Gießen zu erarbeiten“, so Stadträtin Gerda Weigel-Greilich. Am 1. Dezember fand die erste Klimaschutz-Arbeitsgruppe zum Thema „Bauen und Sanieren“ statt. Seitdem fanden bis einschließlich Mai vier Sitzungen jeder Arbeitsgruppe statt, in denen sich Gießener Bürger engagieren. Moderiert werden die Sitzungen vom Freiwilligenzentrum von Stadt und Landkreis Gießen – die Betreuung übernimmt das Klimaschutzmanagement der Stadt.

In den konstituierenden Sitzungen wurden Themen priorisiert, danach ging es in die Arbeitsphase. Die AG „Energie“ befasst sich derzeit mit dem Ausbau von Fotovoltaik und den Potenzialen für erneuerbare Energie, während die AG „Mobilität“ einige externe Referenten einlud, um sich ein Bild der aktuellen und möglichen zukünftigen Verkehrssituation zu machen. Die AG „Bauen und Sanieren“ reichte bereits drei Maßnahmen ein, die sich dem Thema „Nachhaltiges Bauen“ annehmen. Diese werden von der Stadt weiterverfolgt. Nun diskutiert die Gruppe über die Problematik der fehlenden Planer und Handwerker, um die Sanierungsquote zu erhöhen und erarbeitet Vorschläge, wie das Hindernis überwunden werden könnte. Währenddessen arbeitet die AG „Konsum“ an zwei Maßnahmen: erstens ein Konzept für ein „Haus der Nachhaltigkeit“ in Kooperation mit Privatdozent York Kautt vom Institut Soziologie der Justus-Liebig-Universität und seinen Studierenden und zweitens ein „Runder Tisch“ für Gießener Unternehmen, um sich untereinander auszutauschen und einen Schritt weiter in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu gehen.

Engagement erwünscht

Nach einem halben Jahr wird nun eine Evaluation durchgeführt. Weigel-Greilich dazu: „Wir wünschen uns, dass noch mehr Gießener sich beteiligen, ob mit oder ohne Vorkenntnisse, denn neue Mitglieder zeigen neue Perspektiven auf. Deswegen laden wir nochmals herzlich ein, sich in den Klimaschutz-Arbeitsgruppen zu engagieren.“ Die nächste Sitzungsrunde beginnt im Juni. Nähere Informationen gibt es unter www.stadt-klima.giessen.de beziehungsweise per E-Mail an klimaschutz@giessen.de. Die nächsten Termine (jeweils von 18 bis 20 Uhr): „Bauen und Sanieren“ am 17. Juni, „Energie“ ebenfalls am 17. Juni, „Konsum“ am 28. Juni, „Mobilität“ am 29. Juni.