"Richtig gendern" in der Sprache - Diskussion an JLU

(red). Studierende oder Studentinnen und Studenten? - Geschlechtergerechte Sprache ist ein Thema, das zunehmend von hitzigen gesellschaftlichen Diskussionen geprägt ist....

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GIESSEN. Studierende oder Studentinnen und Studenten? - Geschlechtergerechte Sprache ist ein Thema, das zunehmend von hitzigen gesellschaftlichen Diskussionen geprägt ist. Insbesondere am generischen Maskulinum - der verallgemeinernden Nutzung männlicher Substantive für Personen verschiedener Geschlechter - scheiden sich die Geister, heißt es in einer Meldung. Die nicht nur kontrovers, sondern über weite Strecken auch polarisiert geführte Debatte habe vergangenes Jahr im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Duden-Bandes "Richtig gendern" und der Stellungnahme des Rates für deutsche Rechtschreibung zum so genannten Gender-Sternchen besonders hohe Wellen geschlagen. Im Podiumsgespräch des Forschungsverbundes "Educational Linguistics" der Justus-Liebig-Universität (JLU) geht es am Dienstag, 22. Januar, neben der Gegenüberstellung der verschiedenen Positionen auch um die Frage, wie Linguistinnen und Linguisten den Diskurs sinnvoll begleiten können.

Befürworter und Gegner

Die um 18.15 Uhr in der Uniaula (Ludwigstraße 23) beginnende Diskussion wird von Helmuth Feilke, Professur für Germanistische Linguistik und Sprachdidaktik der JLU, und Mathilde Hennig, Professur für Germanistische Sprachwissenschaft der JLU mit den Schwerpunkten Sprachtheorie und Sprachbeschreibung, moderiert. Als Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen: Prof. Anja Binanzer (Genus- und Spracherwerbsforscherin, Universität Erfurt), Prof. Gabriele Diewald (Linguistin und Co-Autorin des Duden-Bandes "Richtig gendern", Universität Hannover), Prof. Peter Eisenberg (Grammatik-Experte und Befürworter des Generischen Maskulinums, Universität Potsdam) und Prof. Ekkehard Felder (Sozio- und Diskurslinguist sowie Sprachkritiker, Universität Heidelberg).