Ringvorlesung geht am Montag in nächste Runde

(red). Die Ringvorlesung des Präsidenten „Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Und: Wie wir morgen leben werden“ wird am 1. Februar mit einem Vortrag des Ökonomen und...

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GIESSEN. (red). Die Ringvorlesung des Präsidenten „Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Und: Wie wir morgen leben werden“ wird am 1. Februar mit einem Vortrag des Ökonomen und Politikers Prof. Uwe Schneidewind fortgesetzt.

Nachdem in der ersten Ringvorlesung des Jahres Prof. Hans Joachim Schellnhuber am 25. Januar den Blick auf die Klimakrise gelenkt und die Notwendigkeit erläutert hatte, „Eine Neue Erzählung der Moderne“ zu etablieren, wird der Oberbürgermeister von Wuppertal, Prof. Uwe Schneidewind, am 1. Februar „Zukunftslabore: Städte als Suchräume für neue Zukünfte?“ – so sein Vortragstitel – in den Blick nehmen. Die Welt befindet sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts in einem epochalen Umbruch. Nicht zuletzt die Corona-Krise hat deutlich gemacht, wie zerbrechlich die in den letzten 70 Jahren aufgebauten erfolgreichen ökonomischen und gesellschaftlichen Strukturen sind. „Wir brauchen Zukunftslabore, in denen neue technische, ökonomische und gesellschaftliche Zukünfte erprobt werden“, ist Prof. Schneidewind überzeugt. Städten komme in diesem Prozess eine zentrale Rolle zu. Damit sie zu Zukunftslaboren werden, bedarf es aus seiner Sicht eines neuen Zusammenspiels von Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Prof. Schneidewind ist seit dem 1. November 2020 Oberbürgermeister der bergischen Großstadt Wuppertal. Der einflussreiche Ökonom war Präsident der Universität Oldenburg (2004 bis 2008) und Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie (2010 bis 2020) und hatte zuletzt seine Professur für Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit an der Bergischen Universität Wuppertal wieder aufgenommen. Er ist unter anderem Mitglied des Club of Rome, Vorsitzender der Kammer für nachhaltige Entwicklung der Evangelischen Kirche in Deutschland und war von 2013 bis 2020 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) und dort Mitautor der Studie „Der Umzug der Menschheit: Die transformative Kraft der Städte“.