Uni-Klinikärzte streiken für bessere Arbeitsbedingungen

Auch in Gießen gingen die Ärzte auf die Straße, um für bessere Arbeitsbedingungen zu streiken.  Foto: Wißner

Ärzte des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) sowie Frankfurt haben bei einem eintägigen Warnstreik ihre Arbeit niedergelegt. Damit wollen sie den Druck auf die...

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MARBURG/GIESSEN. Ärzte an den hessischen Uni-Kliniken in Marburg, Gießen und Frankfurt haben bei einem eintägigen Warnstreik ihre Arbeit niedergelegt. Damit wollten sie am Dienstag den Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen mit dem Land erhöhen. An einer zentralen Kundgebung in Marburg beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft Marburger Bund etwa 600 bis 700 Menschen (siehe Video). 170 davon kamen aus Gießen. Auch an den drei Klinikstandorten wurde gestreikt, so wie in Gießen (siehe Bild). Wie viele Mediziner insgesamt daran teilnahmen, sei unklar. Für Notfälle gab es der Gewerkschaft zufolge Notdienstvereinbarungen.

Der Marburger Bund fordert für die mehr als 2000 betroffenen Ärzte an den Uni-Kliniken unter anderem bessere Arbeitsbedingungen zu bestimmten Dienstzeiten, höhere Kinderzuschläge und eine Tarifsteigerung von 6,9 Prozent.

Das Land sprach von einem fairen und angemessenen Angebot, das es den Medizinern unterbreitet habe: Man biete nicht nur ein "ordentliches Plus" von mehr als fünf Prozent, sondern lege noch das Landesticket oben drauf, so Verhandlungsführer Staatssekretär Stefan Heck.

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Auch bundesweit protestierten Uni-Klinikärzte - es laufen Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). An einer zentralen Demonstration in Hannover beteiligten sich laut Polizei rund 3000 Ärzte. Hessen gehört der Tarifgemeinschaft nicht an und verhandelt daher in Eigenregie. Die nächsten Tarifgespräche sollen am 27. Februar stattfinden.