Autofreier Sonntag im Lumdatal am 25. August

Einmal im Jahr gehört die Straße den Radlern. Archivfoto: Backes

Die Natur genießen, Menschen treffen und das Lumdatal ohne Motorengeknatter und Abgase auf zwei Rädern genießen - all das bietet der Autofreie Sonntag.

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STAUFENBERG/ALLENDORF//RABENAU. Motorengeknatter und Abgase haben am Sonntag, 25. August, von 9 bis 18 Uhr Sendepause. An diesem Tag findet nämlich der 19. Autofreie Sonntag im Lumdatal statt. Auf dem Fahrrad oder auf Inlinern, zu Fuß oder auch hoch zu Ross kann man auf der Strecke zwischen Staufenberg und Kesselbach die Natur genießen, sich an den verschiedenen Ständen kulinarischer Genüsse erfreuen und Menschen treffen, die man sonst vielleicht nicht treffen würde.

Die Bürgermeister der teilnehmenden Kommunen, Florian Langecker (Rabenau), Thomas Benz (Allendorf/Lda.) und Peter Gefeller (Staufenberg), stellten nun das Programm vor. Die Rathauschefs werden wieder mit auf einem Elfer-Tandem unterwegs sein, allerdings starten sie dieses Mal an der katholischen Kirche in Londorf. Hier findet ab 9.30 Uhr ein Freiluftgottesdienst mit anschließender Fahrradsegnung statt. "Wir fahren dieses Jahr lumdaabwärts", erklärte Peter Gefeller. War das große Gefährt ansonsten in Staufenbergs Vitaler Mitte losgefahren, so wird die Bürgermeister-Tour dort in diesem Jahr ihren Abschluss finden.

Alleinstellungsmerkmal

Aber nicht nur Langecker, Benz und Gefeller bereiten sich auf den Autofreien Sonntag vor, auch die Vereine stehen quasi schon in den Startlöchern. Denn ohne deren ehrenamtliches Engagement, so Gefeller, wäre eine solche Veranstaltung gar nicht möglich. Der Staufenberger Bürgermeister und seine Kollegen brachen an dieser Stelle eine Lanze für ihre Vorgänger im Amt, denn die hätten mit dem Autofreien Sonntag damals ein Alleinstellungsmerkmal für das Lumdatal ins Leben gerufen. Mittlerweile habe die Veranstaltung Nachahmer gefunden, lobten die drei. Und sie betonen, dass dies ein Familientag sei, bei dem es nicht darum gehe, der Schnellste zu sein. Klimaschutz und eine veränderte Mobilität sind Aspekte, die sie hier ebenfalls sehen. "Die Veranstaltung passt in die Zeit", so Gefeller. Es sei eine "einmalige Gelegenheit, mal in aller Ruhe auf der breiten Straße zu fahren und die Natur im Lumdatal zu genießen", ergänzt Langecker.

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Zum Programm: Auf dem Rewe-Parkplatz in Staufenbergs Vitaler Mitte geht es um 11 Uhr mit einem "Mitten-im-Dorf-Gottesdienst" los. An der Begegnungsstätte in der Rathausstraße kann man sich unter anderem im Büchsenschießen - mit Wasserpistolen - üben. Weiter geht es in der Mainzlarer Brunnenstraße 21, hier verköstigt der Nabu Staufenberg seine Gäste mit Bio-Bratwürsten, Waffeln und Crêpes. Selbstgebackene Kuchen gibt es ein Stück weiter in der Daubringer Straße 2 auf dem Hof des Landgasthofs "Zum Schwanen". Gastgeber hier ist der Gesangverein Mainzlar. Das Ausstellungszentrum Staufenberg in der Daubringer Straße 25 ist für Besucher geöffnet, der TV Mainzlar hat die Bewirtung inne. An der Einmündung L 3146/Treiser Straße bietet die Freiwillige Feuerwehr Staufenberg-Mitte Wasserspiele für die Kinder und informiert über ihre Arbeit. Auch hier braucht man nicht zu darben, auf der Speisekarte steht Bratwurst vom Grill. Ein Dorf weiter, in Treis, findet sich an der Hauptstraße 130 der Stand der "Radmühle". Unter anderem kann man sich hier den optimalen Fahrradsattel mit Hilfe des "Popometers" bestimmen lassen. Tradition hat schon der Zwischenstopp bei der Freiwilligen Feuerwehr Treis in der Weiherstraße. Stärken können sich die Radler mit einem leckeren Mittagessen oder am reichhaltigen Kuchenbuffet. IN der Hauptstraße 8, im "Bermuda-Dreieck", verwöhnt der Verein Kunst und Kultur Papalala seine Gäste nicht nur mit Gegrilltem, sondern auch mit Live-Musik. Am Ortsausgang in Richtung Allendorf kommen Liebhaber von geräucherten Forellen auf ihre Kosten, die bietet der Angelsportverein Treis an. In Allendorf/Lda. bewirtet der TSV 07 seine Gäste in der Treiser Straße 38, an der Bushaltestelle - ebenfalls in der Treiser Straße - findet sich das mobile Café von Tanja Frey. In Reunings Halle der Kunst (Treiser Straße 1) kann man beim Imbissbetrieb Thomas Henkel Station machen, die Crêpes-Factory Weidauer bewirtet die Radler in der Londorfer Straße 5. Wer es gerne kühl mag, kann eine Pause im Eiscafé Angermann (Londorfer Straße 13) einlegen. Bei der Firma Mank (Londorfer Straße 29) gibt es neben der Bewirtung auch eine Maschinenausstellung.

In Londorf ist der Burggarten Anlaufpunkt. Hier findet ab 10 Uhr das Parkfest statt, die Stadtwerke Gießen sind mit einem Infostand vertreten, das Polizeipräsidium hat hier eine Fahrradcodierstatio und "2Fast-Bikes" bietet kostenlose Einstellarbeiten am Fahrrad an. Biergarten, Minigolfanlage, Hüpfburg, Rollrutsche und musikalische Unterhaltung runden das Parkfest ab. Wer möchte, kann einen Abstecher in den Bürgersaal am Bahnhof machen, hier ist das Rabenauer Kunstforum zu sehen. Auf dem Sportgelände am Doberg in Kesselbach wartet ab 10 Uhr beim TV Kesselbach ein Autokran zum Kistenstapeln, es gibt ein Klettermobil und eine Hüpfburg.