Corona-Pandemie: Zahl der Toten im Landkreis Gießen steigt...

26 Neuinfektionen wurden seit Dienstag verzeichnet.  Symbolfoto: dpa

Auch wenn der Inzidenz-Wert weiter sinkt, will der Landkreis wegen ausstehender Testergebnisse die nächtliche Ausgangssperre noch nicht aufheben.

Anzeige

KREIS GIESSEN. Zwei weitere Kreisbürger sind an oder im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben, die Zahl steigt auf 329. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Gießen ist (Stand 7. April) auf 164,8 gesunken, am Vortag lag sie bei 185,1. 26 Neuinfektionen wurden seit Dienstag verzeichnet. 34 (51) Frauen und Männer werden stationär behandelt. Es gibt 1237 (1365) aktive Corona-Fälle. Der Verwaltungsstab des Landkreises wird am heutigen Donnerstag mit Blick auf die Infektionslage die nächsten Schritte prüfen, teilte Kreis-Pressesprecher Dirk Wingender mit. Es müssten Test-Ergebnisse berücksichtigt werden, die wegen der Osterfeiertage ausstünden. Das Gesundheitsamt habe keine Anhaltspunkte dafür, dass sich die Infektionslage im Landkreis entspanne. Folglich bleibt die Allgemeinverfügung und damit die nächtliche Ausgangssperre in Kraft.

Von 25,6 bis 395,9

Folgende aktive Fälle (in Klammern der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert) sind zu verzeichnen: Allendorf/Lda. 10 (147,5), Biebertal 16 (29,9), Buseck 40 (155,3), Fernwald 41 (115,8), Gießen 473 (216,0), Grünberg 71 (161,6), Heuchelheim 23 (25,6), Hungen 52 (214,4), Langgöns 29 (94,1), Laubach 131 (395,9), Lich 45 (174,0), Linden 29 (45,8), Lollar 54 (77,6), Pohlheim 86 (170,9), Rabenau 15 (79,4), Reiskirchen 64 (204,9), Staufenberg 24 (82,6), Wettenberg 34 (111,3).

Seit dem ersten Fall Ende Februar 2020 wurden 10 763 (10 737) Corona-Fälle verzeichnet. 9197 (9045) Personen gelten als genesen.

Anzeige

Wingender wies erneut darauf hin, dass kein verpflichtender Automatismus bestehe, die Allgemeinverfügung samt Ausgangssperre sofort zurückzunehmen, sobald die Sieben-Tage-Inzidenz unter 200 sinkt. "Viel mehr sind auch weitere Kriterien der Infektionslage wie beispielsweise die Situation in den Krankenhäusern zu berücksichtigen, die eine deutlich höhere Belegung der Intensivbetten und längere Belegungsdauer verzeichnen", erklärte er. Die Allgemeinverfügung könne, sobald dies möglich ist, sofort auch per Notverkündungsrecht durch eine Online-Bekanntmachung aufgehoben werden.

Der Pressesprecher betonte, dass es mehrere hessische Landkreise mit nächtlichen Ausgangssperren zur Einschränkung von Kontakten gebe. Der Landkreis Groß-Gerau habe diese bereits bei einer Inzidenz von 170 in Kraft gesetzt.